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    Permira und Terrafirma veröffentlichen erstmals Jahresbericht

    Mit Permira und Terrafirma bringen erstmals zwei große internationale Private Equity-Gesellschaften einen Jahresbericht heraus. Darin beschreiben sie ihre Aktivitäten und stellen ihre Beteiligungen vor. Im Fall von Permira umfasst der Bericht unter anderem die Fälle des TV-Senders ProSiebenSat.1, der Modefirma Valentino Fashion Group HUGO BOSS und dem Brillenhersteller Rodenstock. Terrafirma stellt die Zusammenarbeit mit der Kinokette Odeon/UCI oder dem Musik-Label EMI dar. Beide Jahresberichte veranschaulichen die oftmals als sehr komplex wahrgenommenen Prozesse der Beteiligungsgesellschaften und Ihrer Portfoliounternehmen und zeigen exemplarisch, warum Private-Equity Wachstumsmotor für die Wirtschaft ist.
    Den jeweiligen Bericht finden Sie unter:

    www.permira.de
    www.terrafirma.de

    Apax macht 100%-eigenfinanziertes Angebot für Call-Center-Firma D+S Europe

    Die Beteiligungsgesellschaft Apax Partners hat jüngst ein Angebot für die im S-Dax notierte Call-Center-Firma D+S Europe unterbreitet. Die D+S Europe AG ist mit international über 5.600 Beschäftigten führender Lösungsanbieter für ganzheitliches E-Commerce- und Kundenkontakt-Management.
    Das Angebot ist rein eigenkapitalfinanziert, eine Mindestannahmequote besteht nicht und auch ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag ist nicht vorgesehen. Der Investor verpflichtete sich in einer Vereinbarung mit dem Vorstand, für drei Jahre mindestens 50 Prozent der Anteile zu halten. Zur Finanzierung der Übernahme wird Apax keine Kredite aufnehmen, die die Verschuldung von D+S Europe in die Höhe treiben könnten. D+S Europe soll seinen Hauptsitz in Hamburg behalten und an der Börse bleiben. Die Mitarbeiterzahl soll sich nach dem Apax-Einstieg verdoppeln.

    TPG Capital verkauft Bally an Labelux

    Nach achteinhalb Jahren und umfangreichen Restrukturierungen hat die amerikanische Private Equity-Gesellschaft TPG Capital das Schweizer Traditionshaus Bally an die Labelux-Gruppe verkauft.
    Labelux ist eine 2007 neu gegründete Holdinggesellschaft für Luxusgüter und gehört zur Finanzholding Johann A. Benckiser mit Sitz in Wien. Letztere befindet sich im Besitz mehrerer Familien mit verschiedenen Wohnsitzen in Europa, wobei die Familienmitglieder keine operative Tätigkeit bei den Portfolio-Unternehmen wahrnehmen.
    Bei der Übernahme im Jahr 1999 hatte Bally rote Zahlen geschrieben. Im vergangenen Jahr kam der Hersteller von exklusiven Schuhen, Taschen und anderen Lederprodukten auf einen Umsatz von 373 Mio. Franken. Das jetzige Management-Team soll unter dem neuen Besitzer unverändert bestehen bleiben. Beibehalten wird auch der Hauptsitz in der Schweiz.

    BVK-Geschäftsführerin Dörte Höppner mit Gastbeitrag in der Börsen-Zeitung

    In einem Gastkommentar hat sich Dörte Höppner, Geschäftsführerin des BVK, in der gestrigen Ausgabe der Börsen Zeitung zu den aktuellen Entwicklungen in der Private Equity-Branche geäußert. Ein Schwerpunkt des Artikels sind die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, wo Deutschland im europäischen Vergleich regelmäßig zu den Schlusslichtern gehört. Dies zum Anlass nehmend, beschreibt Dörte Höppner mögliche Folgen für die Deutsche Wirtschaft und fordert ein einheitliches Regelwerk für die Private Equity-Branche.

    Private Equity-Branche ist von Kreditkrise kaum betroffen

    In einem Gastbeitrag in der Börsen Zeitung vom 22. April 2008 schreibt Peter Hammermann, Managing Director und Co-Head Barclays Private Equity, über die nach wie vor positiven Aussichten für Private Equity und deren mittelständische Portfoliounternehmen in Deutschland.

    Zwar ist das Investitionsvolumen durch Beteiligungsgesellschaften deutlich zurückgegangen. Seit August 2007 haben Finanzinvestoren nach Angaben von Thomson Financial nur noch Übernahmen im Umfang von mehr als 5 Mrd. Euro gestemmt. In den sieben Monaten davor belief sich das gesamte Übernahmevolumen noch auf über 30 Mrd. Euro. Doch dieser Rückgang betrifft vor allem Großakquisitionen, also das Segment der sogenannten Megadeals. An Investitionen in Unternehmen mittlerer Größe sind Private-Equity-Investoren hingegen nach wie vor interessiert. Über tausend Neu-Engagements gab es seit August in Deutschland, der Großteil davon im Bereich der mittelständischen Unternehmen. Übernahmen im zwei- oder dreistelligen Millionen-Euro-Bereich leiden unter den Turbulenzen an den Märkten deutlich weniger, als Transaktionen jenseits der Milliardengrenze.

    Die Erfahrungen der Private Equity-Gesellschaften mit mittelständischen Unternehmen waren in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren insgesamt sehr positiv. Die meisten der Unternehmen entwickelten sich im Besitz der Fonds überdurchschnittlich gut. Nur selten kam es zu größeren Schwierigkeiten, die in den meisten Fällen auf unüberlegte Entscheidungen in den Unternehmen zurückzuführen waren. Mit der Finanzkrise hat das allerdings kaum etwas zu tun. Werden, wie gelegentlich zu lesen, aktuelle Problemfälle mittelständischer Unternehmen auf die Kreditkrise bezogen, dann werden häufig Daten und Fakten miteinander verknüpft, die nicht zusammengehören. Aus Sicht von Hammermann entwickelt sich die Branche derzeit durchaus positiv. Der Markt für Beteiligungskapital ist zumindest im Bereich der mittelständischen Unternehmen von der Kreditkrise kaum betroffen.

    AWG-Symposium am 8.4. in Berlin fand großen Anklang bei Teilnehmern

    Die European School of Management and Technology (ESMT) und der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) e.V. veranstalteten am Abend des 8. April 2008 das “Symposium zur Investitionsfreiheit in Deutschland”. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung fand mit rund 60 Teilnehmern in den Räumen der ESMT in Berlin statt.
    Anlass für das Symposium war die geplante Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und der Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Die Veranstaltung verfolgte das Ziel, Entscheidungsträger, Investoren und Wissenschaftler zusammenzubringen.
    So debattierten im Anschluss an eine Begrüßungsrede von Professor Lars-Hendrik Röller, ESMT, und einer Key-Note von Dr. Karl-Ernst Brauner, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Experten aus Politik, Industrie und Private Equity-Branche über den Gesetzesentwurf. Auf dem Panel saßen neben Herrn Dr. Brauner auch Dr. Werner Schnappauf, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dr. Rainer Traugott, Partner bei Linklaters, sowie Dr. Hanns Ostmeier, Vorstand des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) e.V. Moderiert wurde das Panel von Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche. Die Expertenrunde debattierte nicht nur über Sinn und Zwecks des neuen Außenwirtschaftsgesetzes sondern wog auch Vor- und Nachteile einer staatlichen Regulierung im Allgemeinen ab.
    Bei dem sich anschließenden Dinner referierte Götz Mäuser, Leiter des Medien-Sektor-Teams von Permira, über die Auswirkungen der Änderungen des AWG auf Medienbeteiligungen und die Medienfreiheit. Auch der akademische Blick sollte nicht fehlen: Professor Jörg Rocholl, ESMT beantwortete in seinem Vortrag die Frage, wie wichtig ein freier Zugang für die Effizienz eines Finanzmarktes ist. Nach Abschluss aller Vorträge hatten die Gästen Zeit, untereinander und mit den Rednern und Panelteilnehmern ins Gespräch zu kommen. Damit blieben keine Fragen offen und das Symposium fand bei allen Teilnehmern großen Anklang.

    Private Equity sorgt für Wirtschaftswachstum

    Eine Zunahme der Private Equity-Investitionen in Deutschland würde zu einem höheren Wirtschaftswachstum führen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Bank Research, der Think Tank der größten deutschen Bank, in verschiedenen Studien zum Thema Beteiligungskapital.
    Steigt der Anteil von Buy-Out-Investitionen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozentpunkte, steigt das reale Wirtschaftswachstum um 0,21 Prozentpunkte. Bei einer entsprechenden Steigerung der Venture Capital-Investitionen würde das Wachstum des BIP um 0,44 Prozentpunkte und bei den Frühphasen-Investitionen sogar um 1,02 Prozentpunkte erhöht. Könnte der deutsche Venture Capital-Sektor mit den durchschnittlichen Venture Capital-Investitionen im Verhältnis zur Wirtschaftskraft in Europa gleichziehen, könnte das Wirtschaftswachstum hierzulande statistisch gesehen um 0,25 Prozentpunkte gesteigert werden. Dazu müsste das Volumen der deutschen Venture Capital-Investitionen in Relation zum BIP von 0,056 % auf 0,113 % verdoppelt werden. Dies setzt laut DB Research voraus, dass Gründungsaktivitäten und Start ups eine stärkere Rolle in der deutschen Wirtschaft spielen. DB Research untersuchte für seine Studie 20 europäische Länder im Zeitraum 1994 bis 2005.
    Die Studien “Venture Capital: Brücke zwischen Idee und Innovation?” und “Venture Capital in Europa: Mehr Pep für Europas Wirtschaft” stehen unter www.dbresearch.de zum Download.

    Symposium zur Investitionsfreiheit findet am 8. April in Berlin statt

    Die European School of Management and Technology (ESMT) und der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) veranstalten am 8. April 2008 das Symposium zur Investitionsfreiheit in Deutschland. Anlass für die in Berlin stattfindende Veranstaltung ist die geplante Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und der Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Das Symposium ist hochkarätig besetzt und verfolgt das Ziel, Entscheidungsträger, Investoren und Wissenschaftler zusammenzubringen.

    Blackstone strebt verstärkt Minderheitsbeteiligungen an

    Die internationale Private Equity-Gesellschaft Blackstone wird sich in Zukunft stärker als zuvor auf Minderheitsbeteiligungen in Deutschland konzentrieren. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Krise auf den Finanzmärkten ist dies eine sinnvolle Strategie, berichtet Blackstone-Vorstandschef Steven Schwarzman in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). So gehört der Investor nach Angaben aus Finanzkreisen zu den vier verbliebenen Bietern für den Anteil von 25 Prozent an dem Industriekonzern Evonik. Auch eine Anteilsaufstockung bei der Deutschen Telekom wäre bald möglich. Derzeit hält Blackstone eine Minderheitsbeteiligung von 4,5 Prozent an der Deutschen Telekom. Trotz der aktuelle Turbulenzen ist Schwarzman optimistisch, dass bald wieder bessere Zeiten für Private Equity anbrechen werden. Für diese Zeiten rüstet sich Blackstone schon jetzt mit einem neuen Fonds, der bis zu 20 Milliarden Dollar groß sein soll.



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