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    Expertenkommission kritisiert Entwurf für MoRaKG

    Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat deutliche Korrekturen in der deutschen Innovationspolitik angemahnt. Das geplante Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) sei zur Stärkung des deutschen Wirtschaftstandorts ungenügend. Dies erklärten die Wissenschaftler anlässlich des aktuellen Bundesbericht ‘Forschung und Innovation 2008′.

    Im Hinblick auf die geplante Verabschiedung des MoRaKG sagte der Vorsitzende der Expertenkommission, Professor Dietmar Harhoff: “Die Bundesregierung hat angekündigt, alle Rahmenbedingungen zu prüfen, mit denen das Innovationsklima in Deutschland weiter verbessert werden kann. Aus Sicht der EFI sollte den Finanzierungsbedingungen für Innovationen dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hier besteht unverändert erheblicher Verbesserungsbedarf.”

    Das kurz vor der Verabschiedung stehende MoRaKG bringt nach Ansicht der Innovationsexperten somit nur marginale Verbesserungen. Laut EFI-Experten ist die Situation für Business Angels, Wagniskapitalfinanzierer und wachstumsorientierte Gründungen in Deutschland weiterhin unbefriedigend. “Die Anreize für private Akteure, in die riskante Entwicklung von Technologien zu investieren, werden durch innovationsfeindliche Bestimmungen des Steuersystems konterkariert”, heißt es in der Stellungnahme der EFI.

    Innovationsfeindliche Regelungen des Steuersystems erwiesen sich nach wie vor als Hemmschuh für eine dynamische Entwicklung. Hierbei wirken nach Auffassung der Wissenschaftler insbesondere die unterschiedliche Behandlung von Eigenkapital und Fremdkapital sowie die beschränkte Nutzung von Verlustvorträgen als “Innovationsbremse”.

    Die EFI hatte bereits in ihrem Gutachten vom vergangen Februar für mutigere Reformschritte zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland geworben. Erneut betonten die Experten daher heute, dass nicht nur das deutsche Steuersystem die Bereiche Forschung und Innovation besser als bisher unterstützen muss. Vor allem sollen die Rahmenbedingungen für Wagniskapital verbessert werden, heißt es in der EFI-Stellungnahme zum aktuellen Bundesbericht ‘Forschung und Innovation 2008′.

    FDP kritisiert Rahmenbedingungen für Wagniskapitalbranche

    Die FDP-Forschungspolitikerin Ulrike Flach hat die Präsentation des Bundesberichts ‘Forschung und Innovation 2008′ zum Anlass genommen, um Kritik an den in Deutschland bestehenden Rahmenbedingungen für Risikokapital zu üben.

    Vor dem Hintergrund des geplanten Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Investitionen (MoRaKG) sagte Flach: “Die Rahmenbedingungen für die Innovationen fördernde Wagniskapital-Branche sind nur ungenügend angepasst worden.”

    Der Bundesbericht “Forschung und Innovation 2008″ war dem Regierungskabinett durch Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) diesen Mittwoch präsentiert worden.

    Laut der FDP-Abgeordneten vernachlässige Schavan die Unternehmen als größten Investor in Forschung und Entwicklung. So seien die Rahmenbedingungen für die Innovationen fördernde Wagniskapital-Branche nur ungenügend angepasst worden. Der ehemalige Staatssekretär im Forschungsministerium, Uwe Thomas, halte das vorliegende Gesetz sogar für unbrauchbar.

    Gutachten bescheinigt Private Equity positive Auswirkungen

    Am gestrigen Mittwoch hat die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) ein neues Gutachten über Finanzinvestoren im Medienbereich veröffentlicht. Private Equity-Gesellschaften, die in der Vergangenheit in Medienunternehmen investiert haben, waren zuletzt vermehrt in die Kritik geraten. Drastisches Gewinnstreben würde der Programmvielfalt zuwiderlaufen – so lautete nur einer der Vorwürfe gegenüber der Branche. Auch daraus entstand bald die Forderung nach einer stärkeren Regulierung diese Bereichs.
    Das gestern im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellte Gutachten trägt zur Versachlichung der Debatte bei und erbrachte insgesamt sehr positive Ergebnisse für die Private Equity-Branche. Als Referenten waren die Autoren des Gutachtens, Prof. Dr. Christoph Kaserer (TU München) und Dr. Wolfgang Schulz (Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung), sowie Thomas Langheinrich (Vorsitzender Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten) anwesend. Der Tenor alle Beiträge lautete: Die Strategien von Finanzinvestoren unterscheiden sich im Kern nicht von den Strategien strategischer Investoren. Im Zentrum der Analysen standen die Fallstudien ProSiebenSat.1, Premiere und Kabel Deutschland. Auf diese Beispiele stützt sich die Untersuchung und kommt zu dem Ergebnis, dass das Engagement von Private Equity zu einem deutlich gestiegenen Cashflow bei den Unternehmen geführt hat, der nicht primär auf kurzfristige Kostensenkungen zurückzuführen ist. Außerdem wurde festgestellt, dass die Investitionen nicht zurückgefahren, im Fall von Kabel Deutschland sogar ausgeweitet wurden. Auch die Personalaufwandsquote hat sich bei den untersuchten Unternehmen erhöht. Verglichen mit der RTL-Gruppe stellten die Verfasser des Gutachtens bei ProSiebenSat.1 keine nennenswerten Unterschiede bezüglich Programmaufwand und Programminhalten fest. Damit belegte Kaserer seine These, dass der Einstig von Private Equity-Gesellschaften bei Medienunternehmen in der Regel nicht zu einer Einschränkung des Programmangebots führt.
    Laut Dr. Schulz haben private Kapitalbeteiligungen nur insofern bedenkliche Auswirkungen auf die Finanzstruktur von Medienunternehmen, als dass nach der Übernahme eines Medienunternehmens durch einen Private Equity-Investor die Fremdkapitalanteilsquote deutlich ansteigt. Als Beispiel wurde die Verschuldungsquote der RTL-Gruppe (40 Prozent) der von ProSieben Sat.1 (80 Prozent) gegenübergestellt. Daher bestünde laut Schulz die Gefahr dass „die Wertmaximierungsstrategie und der Schuldendienst bei hohen Fremdfinanzierungsquoten zu Sparzwängen auch im Programmbereich führen könnte“. Wie die obigen Ausführungen zeigen, belegen die untersuchten Fälle dies jedoch nicht.
    Um negative Auswirkungen (z.B. Verschuldung und dem unvorhersehbaren Zeitpunkt des Ausstiegs der Anteilskapitalgeber) wirksam begegnen zu können, schlagen die Autoren des Gutachtens so genannte Leistungskataloge vor, die von der Politik entwickelt werden müssten.
    Eine Zusammenfassung des Gutachtens sowie das komplette Gutachten sind unter www.alm.de zu finden.

    TU München: Familienfirmen profitieren von Beteiligungsgesellschaften

    Familienunternehmen, die Minderheitsbeteiligungen von Finanzinvestoren zugelassen haben, berichten überwiegend von guten Erfahrungen mit den externen Geldgebern. Das ist das Ergebnis einer Studie der “Stiftung Familienunternehmen”, die an der TU München in Auftrag gegeben wurde.
    Viele Unternehmer hätten angesichts der “Heuschrecken”-Diskussion der vergangenen Jahre erhebliche Vorbehalte gegenüber Private. Wer sich allerdings mit einem Finanzinvestor schon einmal zusammengearbeitet hat, ist mit dem Engagement der Beteiligungsmanager zufrieden, so die Studie. Allerdings haben sich bisher nur sehr wenige Familien für Finanzinvestoren geöffnet. Bei rund 4.000 Unternehmen in dieser Zielgruppe gibt es bisher gerade einmal 90 Minderheitsbeteiligungen. Die Studie selbst basiert auf 27 Tiefeninterviews mit Mitgliedern der Eigentümerfamilien oder Geschäftsführern. Danach waren 15 Unternehmen mit dem Einstieg der Private Equity-Häuser – die zwischen elf und 49 % der Anteile erwarben –  zufrieden bzw. sehr zufrieden. Neben der Lösung von Finanzierungsfragen profitierten die Unternehmer nach eigener Darstellung vor allem davon, dass sie einem neuen Anteilseigner gegenüber Rechenschaft über den Unternehmenserfolg ablegen mussten. Beim Management war die Bilanz dagegen gemischt. Die Mehrheit spürte keinen Einfluss, weil die Geldgeber gegenüber der Geschäftsführung passiv blieben, zwei Unternehmen nahmen die Einflussnahme als sehr negativ wahr.
    Hemmend für die Verbreitung von Private Equity sei die “unglaubliche Intransparenz” des Angebots, sagte Ann-Kristin Achleitner, Professorin an der TU München. Der Durchbruch im Mittelstand stehe deshalb seit Jahren aus, was nur noch mit psychologischen Vorbehalten zu erklären sei.

    BVK ruft Journalistenpreis ins Leben

    Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) hat einen neuen Journalistenpreis ins Leben gerufen. Prämiert werden Berichte, Reportagen, Dokumentationen und Essays, die sich mit der Private-Equity-Branche sowie ihrer Bedeutung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft beschäftigen und auf diese Weise einem breiten Publikum ein tieferes Verständnis dieses Themas vermitteln. Mehr.

    Advent International legt globalen Buyout-Fonds auf

    Advent International hat ihren sechsten Global-Buyout-Fonds bei der angestrebten Obergrenze von 6,6 Mrd. Euro geschlossen. Der Fonds mit der Bezeichnung GPE VI ist der größte Midmarket-Buyout-Fonds, der jemals aufgelegt wurde. Die Anlagestrategie konzentriert sich auf Unternehmen des Midmarket- und des oberen Midmarket-Segments, vorrangig in Europa und Nordamerika. Der Fokus liegt auf Firmen mit einem Unternehmenswert von 200 Mio. bis zu 1 Mrd. Euro. In Deutschland hält Advent jedoch auch größere Transaktionen mit einem Unternehmenswert von bis zu 2 Mrd. Euro für möglich. Der Fonds wird sich voraussichtlich an 30 bis 35 Unternehmen beteiligen.

    Euro am Sonntag: Politik bremst Chancen durch Private Equity aus

    Durch die Bankenkrise bewegen sich zahlreiche Unternehmen an der Grenze zu gravierenden Finanzierungsproblemen; Private Equity bedeutet für viele Unternehmer eine große Chance, aber die deutsche Politik schlägt potenzielle Geldgeber in die Flucht – so schreibt die Euro am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe. Weil das Geld der Hausbanken nur spärlich läuft ist Private Equity eine attraktive Alternative für deutsche Unternehmen. Die hiesigen politischen Rahmenbedingungen schränken jedoch Private Equity-Gesellschaften so stark ein, dass mittelständische Unternehmer nicht an dringend benötigtes Kapital kommen. Die aktuelle Situation ist also für Beteiligungsgesellschaft und Unternehmen gleichermaßen unbefriedigend. Damit nicht immer mehr Investoren ins Ausland abwandern, müssen sich die politischen Rahmenbedingungen künftig deutlich verbessern.
    Den vollständigen Artikel finden Sie unter:
    http://www.finanzen.net/eurams/archiv/berichte_detail.asp?pkBerichtNr=158139



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