• Kalender

  • Juni 2008
    M D M D F S S
    « Mai   Jul »
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    30  
    Folgen Sie uns auf Twitter

    Internationales Berliner Wirtschaftsgespräch über Herausforderungen für die Kapitalmarktregulierung

    Die internationale Rechtsanwaltssozietät Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr LLP veranstaltet seit 1996 gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin jährlich das Internationale Berliner Wirtschaftsrechtsgespräch. Die eintägige Kon­ferenz lädt zum Dialog zwischen Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis.

    Die Veranstaltung wird traditionell mit dem Vortrag einer hochrangigen Persön­lich­keit des öffentlichen Lebens eröffnet. In diesem Jahr hielt Dr. Alexander Dibelius, Chairman von Goldman Sachs in Deutschland die Keynote. Zentrales Thema des 13. Wirtschaftschaftsgespräches waren die aktuellen Entwicklungen auf den Kapitalmärkten, Regulierungsansätze und deren Grenzen.

    Dr. Dibelius legte in seiner Rede den Schwerpunkt auf die internationalen Kapitalmärkte im Spannungsfeld der Finanzkrise. „Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, wo wir etwas in der regulatorischen Struktur verbessern können. Maßnahmen müssen sich gezielt auf Defizite in der Risikosteuerung richten und dürfen die Selbstheilungskräfte des Marktes nicht untergraben.“

    Prof. Dr. Kaserer von der TU München betonte, dass trotz der aktuellen Regulierungsansätze, die wegen der Risiken durch aggressive Einflussnahmen von Investoren entstanden seien, die positiven Einflüsse und die Notwendigkeit von Finanzinvestoren überwiegen würden. Wie er anhand von empirischen Belegen zeigte, seien die Aktivitäten von Private Equity Fonds, Hedge Fonds überwiegend wertsteigernd und somit auch gesamtwirtschaftlich erwünscht.

    In dem sich anschließenden Vortrag erläuterte WilmerHale Partnerin Elizabeth Derbes aus der Financial Services Praxis der Sozietät in New York, welche Lehren aus der Subprime-Krise in den USA bereits gezogen wurden. „Sowohl in den USA als auch in Europa wird die Prüfung systemischer Risiken intensiviert werden, insbesondere hinsichtlich der Liquiditäts-versorgung in Krisenzeiten. Außerdem werden die Vorschriften eines Anlegerschutzes überprüft und verschärft werden.“

    Das von WilmerHale Partner Dr. Roland Steinmeyer moderierte Nachmittagspanel mit Dr. Hanns Ostmeier vom BVK, MinDg. Dr. Thorsten Pötzsch aus dem Finanzministerium und Dr. Kaspar Krolop von der Humboldt Universität zu Berlin beleuchtete im Detail die aktuellen Regierungsentwürfe im Bereich der Kapitalmarktregulierung.

    Frau Prof. Dr. Christine Windbichler von der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin fasste die wesentlichen Ergebnisse der Konferenz zusammen und betonte hierbei: „Finanzmärkte sind zwar komplex, aber nicht dämonisch. Es gilt, belegbare Schwachstellen von gefühlten Befürchtungen abzugrenzen. Rechtsregeln sind organisatorische Markthilfen und unterstützen Entscheidungsprozesse, vor allem durch Informationsregeln. Die aktuellen und in Abstimmung befindlichen Rechtsnormen sind an dem Ziel zu messen, dass der „Marktplatz“ des Finanz- und Kapitalmarkts funktioniert.“

    Alle Informationen und Materialien zum Download finden Sie hier

    Quadriga-Capital-Gründer im FAZ-Unternehmergespräch

    Max Römer und Andreas Fendel sind Gründer der Quadriga-Capital-Gruppe, einer seit 1995 erfolgreich in Deutschland aktiven Private Equity-Gesellschaft. Im Unternehmergespräch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 16.6. beleuchten Sie Ihren Alltag als Beteiligungsmanager. Jüngst haben sie den Jahrespreis der besten deutschen Private Equity-Gesellschaft erhalten – und dies in einer Zeit, in der die Lage auf den weltweiten Finanzmärkten angespannt ist. Quadriga muss – trotz der aktuellen Situation – seine Beteiligungsstrategie nicht ändern, so Fendel. “Aber wir spüren die Kreditkrise und die veränderten Finanzierungskonditionen der Banken”. Die Krise biete den Private Equity-Gesellschaften jedoch auch Chancen, Unternehmen günstig zu erstehen. “Es bahnen sich für die zweite Jahreshälfte zahlreiche Transaktionen an, und zwar zu sogar erstaunlich hohen Bewertungen.”, berichten die Private Equity-Manager.
    Quadriga Capital, die vor mehr als 20 Jahren zu den ersten unabhängigen Beteiligungsgesellschaften in Deutschland gehörte, hat drei Private-Equity-Fonds aufgelegt, in die internationale Kapitalgeber für jeweils 12 Jahre investiert haben.

    Dibelius im Tagesspiegel-Interview: Die Zeit der großen Transaktionen ist nicht vorbei

    In der heutigen Ausgabe des Tagesspiegel spricht Alexander Dibelius, Deutschland-Chef der US-Investment-Bank Goldman Sachs, unter anderem über die Finanzkrise und die Zukunft der Private Equity-Branche. Laut Dibelius ist – trotz aller Unruhen auf den weltweiten Finanzmärkten – die Zeit großer Private Equity-Transaktionen nicht vorbei. Im Gegenteil: Im Jahr 2007 war das Niveau der Transaktionen so hoch wie im Jahr 2000.
    Für die Zukunft der Finanzmärkte ist Dibelius verhalten optimistisch. Nach Jahren äußerst positiver Entwicklungen an den Märkten, sei es nicht unüblich, nun auch schwierige Phasen zu erleben. Exponentielle Entwicklungen können sich nirgendwo unendlich fortsetzen. “Wir werden sicher noch einige Quartale mit erheblichen Belastungen erleben”, so Dibelius. Aber seiner persönlichen Ansicht nach steht die Branche am Anfang vom Ende der Krise.

    FAZ: “Private Equity ist kein Aufreger mehr”

    In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 12. Juni 2008 schreibt Autor Daniel Schäfer in seinem Artikel “Rehabilitation der Heuschrecken” über den Imagewandel der Private Equity-Branche: “Gut drei Jahre nachdem der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering Private- Equity-Fonds als Heuschrecken geißelte, sind diese ein akzeptierter und etablierter Teil der deutschen Wirtschaft und Finanzbranche geworden”, so Schäfer. Das belegt er unter anderem am Fall des Mischkonzerns Evonik, der jüngst vom Private Equity-Investor Cinven Capital übernommen wurde. Evonik wirbt in diesem Tagen mit großformatigen Anzeigen mit der Aufschrift “Freuschrecken” in verschiedenen Tageszeitungen.

    Die Beteiligungsbranche in Deutschland finanziert Unternehmen, die 1,1 Millionen Mitarbeiter beschäftigen und 195 Milliarden Euro umsetzen. Darunter sind nicht nur prominente Großkäufe, sondern auch Familienunternehmer nutzen Beteiligungsfonds, um ihre Nachfolge zu regeln, Mittelständler finanzieren mit ihnen einen Wachstumsschritt.

    Den vollständigen Artikel finden Sie hier

    Deutscher Bundestag debattierte über Wagniskapital-Förderung

    Das Parlament hat über die Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland diskutiert und die geplanten Maßnahmen zur Förderung von Venture Capital-Investments in Deutschland teilweise heftig kritisiert. Anlass für den Schlagabtausch war die Unterrichtung der Abgeordneten über den Bundesbericht ‘Forschung und Innovation 2008′. Diesen hatte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (CDU), kürzlich in Berlin präsentiert.

    Besonders heftige Kritik kam von der Bundestagsfraktion BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN. Im Hinblick auf das geplante Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) warf die Abgeordnete Priska Hinz der Koalition vor: “Hier sind Sie halbherzig und zu kurz gesprungen.” Nach Auffassung der Grünen-Sprecherin für Bildungs- und Forschungspolitik gehe das Gesetz zwar in die richtige Richtung, sei aber sehr restriktiv, weil es nur einen Bruchteil des Marktes erfasse. “Das ist maximal ein Ungenügend”, erklärte Hinz vor dem Hintergrund der jüngsten MoRaKG-Kritik der Expertenkommission.

    Daher appellierte Hinz im Namen ihrer Partei an Annette Schavan: “Wir Grünen fordern, innovative kleine bis mittelgroße Unternehmen, die zunächst mindestens 30 Prozent ihrer Umsätze in Forschung und Entwicklung investieren, und ihre Wagniskapitalgeber steuerlich zu fördern. Wir fordern Sie, Frau Bundesministerin, hier nachdrücklich auf, sich für Verbesserungen einzusetzen; sonst haben Sie Ihr Ziel verfehlt, strukturell etwas zu verändern.”

    Sowohl der Sprecher der Union, Heinz Riesenhuber, als auch Klaus Hagemann von der SPD-Fraktion räumten Unzulänglichkeiten im derzeitigen Entwurf des MoRaKG ein. Riesenhuber sagte im Zuge der Debatte: “Wir sind noch nicht uneingeschränkt glücklich mit dem MoRaKG, was das Wagniskapital betrifft. Wir haben durchaus noch Entwicklungspotenzial.” Der Unionspolitiker kündigte zudem an, dass die Regierung das ganze Gesetzespaket in zwei Jahren “evaluieren” wolle.

    Auch der SPD-Sprecher Klaus Hagemann gestand den Kritikern des MoRaKG zu, dass die “Kapitalseite […] nicht zu restriktiv behandelt werden [darf].” Es müssten Regelungen für eine wirksame und international wettbewerbsfähige Förderung von Wagniskapital gefunden werden, so der SPD-Abgeordnete im Deutschen Bundestag.



    schließen
    Per Mail versenden
    Impressum | Sitemap