BVK veröffentlich Stellungnahme zum Außenwirtschaftsgesetz (AWG)
Anlässlich einer heute stattfindenden Anhörung im Bundestag hat der BVK unten stehende Stellungnahme zum Außenwirtschaftsgesetz veröffentlicht. Den Text finden Sie hier.
Anlässlich einer heute stattfindenden Anhörung im Bundestag hat der BVK unten stehende Stellungnahme zum Außenwirtschaftsgesetz veröffentlicht. Den Text finden Sie hier.
Eine aktuelle Befragung des Beratungsunternehmens Almeida Capital unter 150 der weltweit aktivsten und einflussreichsten institutionellen Investoren zeigt auf, dass Private Equity trotz angespannter Wirtschaftslage nach wie vor zu den attraktivsten Anlageformen zählt. Der Studie nach gaben 78 % der Befragten an, im Jahr 2009 gleich viel oder mehr in Private Equity investieren zu wollen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf kleinen bis mittelgroßen Buy-Out-Fonds. Für das Jahr 2009 planen über zwei Drittel der Befragten mehr als 100 Mio. $ zu investieren – 10 % der Befragten planen sogar, mehr als 1 Mrd. $ in Private Equity zu investieren. Institutionelle Investoren sehen das Jahr 2009 wegen gefallener Unternehmensbewertungen als hervorragenden Investitionszeitpunkt.
Die Beteiligungsgesellschaft trotzt der Krise: Als einer der führenden europäischen Private-Equity-Investoren hat CVC Capital nach einem zwölfmonatigen Fundraising einen neuen Buy-Out-Fonds mit einem Volumen von 11 Milliarden Euro aufgelegt. Das ist eine Rekordsumme – CVC gehört nun zu den Fonds mit der größten Kaufkraft – und zeigt, dass Geschäftsmodell Private Equity nach wie vor das Vertrauen der Investoren hat. Zu Recht: Private Equity unterstützt in Deutschland zahlreiche Unternehmen mit Eigenkapital. In Krisenzeiten ist dies ein zentraler Grund, der für die Attraktivität von Beteiligungskapital spricht.
Rechnet man die noch vorhandenen Mittel aus bisherigen Fonds dazu, verfügt CVC nun über Mittel in Höhe von 16 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit in den etablierten Märkten soll auch mit dem neuen Fonds bei Transaktionen mit einem Wert von über 1 Milliarde Euro liegen.
CVC ist in Deutschland unter anderem Minderheitsgesellschafter des Industriekonglomerats Evonik.
Eine Studie hat herausgefunden, dass sich das Engagement von britischen Private Equity-Gesellschaften positiv auf die Zahl der Beschäftigten in den jeweiligen Portfolio-Unternehmen ausgewirkt hat. Danach sei die Zahl der Arbeitnehmer im untersuchten Zeitraum jeweils um 3 Prozent oder um insgesamt 10 2000 Arbeitsplätze in Großbritannien gewachsen, heißt es in der Umfrage, die von dem Beratungsunternehmen Ernst&Young im Auftrag der British Private Equity and Venture Capital Association (BVCA) angefertigt wurde. Der Gewinn der Portfoliounternehmen wuchs um durchschnittlich sieben Prozent. “Die Studie zeigt, dass in den untersuchten Jahren nicht durch das Ausschlachten der Unternehmen Geld gemacht wurde. Fremdkapital und Schulden haben zwar im Wertschöpfungsprozess eine Rolle gespielt, aber dies ging weder zulasten der Investitionen noch der Arbeitsplätze”, sagte Simon Walker, Vorstand des BVCA.
Das Branchenmagazin der Kommunikationsbranche „PR Magazin“ berichtet in der aktuellen Ausgabe über die Kommunikation des BVK. Im Fokus stehen dabei die Website www.wir-investieren.de, die sich an eine Zielgruppe richtet, die ohne wesentliche Vor-Kenntnisse über den Kapitalmarkt am Thema Private Equity interessiert und auf Informationssuche ist. Auch der im Sommer 2008 erstmals publizierte politische Newsletter „Private Equity Brief“ wurde in dem Artikel besprochen. In einem sich anschließenden Interview mit BVK-Geschäftsführerin Dörte Höppner ging es außerdem um Transparenzinitiativen der Private Equity-Gesellschaften, die sich unter anderem auch in einer umfassenden Datenbank zeigen. Für die Öffentlichkeit frei zugänglich werden darin Daten fast aller deutschen Portfoliounternehmen der großen, internationalen Private Equity-Gesellschaften der vergangenen zehn Jahre vorliegen.
In einem Leserbrief in der britischen Tageszeitung “The Times” hat der Vorsitzende der Guidelines Monitoring Group (GMG), Sir Michael Rake, richtig gestellt, dass die britischen Beteiligungsgesellschaften ihr Einverständnis und damit die Einhaltung der neuen, 2007 gestarteten Transparenz-Initiative bekräftigt haben. Diese Richtigstelllung war nötig, weil dieselbe Zeitung zuvor berichtete, dass sich viele Private Equity-Gesellschaften nicht an die von der Branche selbst auferlegten Richtlinien zur Selbstregulierung halten würden.
Sir David Walker hatte 2007 im Auftrag des britischen Private Equity-Verbabdes BVCA Vorschläge für eine freiwillige Selbstverpflichtung der Branche entwickelt. Diese enthält unter anderem Regeln zur Transparenz der Geschäftsprozesse.
Im Juli 2007 hatte die Interessenvereinigung der britischen Private-Equity-Branche erklärt, die von Sir Walker präsentierten Vorschläge zur Steigerung der Transparenz in die Praxis umsetzen zu wollen. Die Guidelines von Sir Walker werden beim BVCA nun von der GMG überwacht.
In den schwierigen Zeiten der Finanzkrise haben Private Equity-Gesellschaften weltweit ihre Portfoliunternehmen mit zusätzlichem Kapital unterstützt. So haben im vergangenen Jahr beispielsweise die Private Equity-Gesellschaften KKR und EQT die Werkstattkette ATU und das Optik-Unternehmen Carl Zeiss Vision, einer Tochter der Carl Zeiss AG gestärkt.
In der vorletzten Woche hat die skandinavische Private Equity-Gesellschaft Nordic Capital zusätzlich rund 500 Mio. Schwedische Kronen (64 Mio. Dollar) in den Automobilteilezulieferer Thule investiert und damit seine Mehrheit an dem schwedischen Unternehmen ausgebaut. Nordic Capital hatte Thule im Jahr 2007 von der Beteiligungsgesellschaft Candover übernommen.
Alle diese Fälle verdeutlichen den Willen und das Bestreben von Private Equity-Gesellschaften, ihre Portfoliounternehmen auch in Zeiten der Finanzkrise zu stärken und ggf. mit weiterem Kapital auszurüsten. So war z.B. Thule stark von den Auswirkungen der Finanzkrise, insbesondere von der fallenden Nachfrage im Automobilsektor betroffen und daher dringend auf zusätzliche Mittel angewiesen. Durch die Finanzspritze ist Thule die finanzielle Restrukturierung gelungen, die nach Angaben des Unternehmens eine solide Basis bildet, den Herausforderungen der Zukunft gestärkt zu begegnen.