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    Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung über Mittelstandsfinanzierung in Zeiten der Krise

    Die Frage nach der Existenz einer „Kreditklemme“ im Zuge der Finanzkrise ist derzeit eines der meist diskutierten Themen. Das Thesenpapier der Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt diese Diskussion zum Anlass, um eine genauere Betrachtung der Finanzierungsbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vorzunehmen. Das Papier stellt dar, inwieweit sich Finanzierungsbedingungen für KMU durch die Finanzkrise verschlechtert haben und schlägt konkrete Maßnahmen vor, welche geeignet sind, die Finanzierungssituation nachhaltig zu verbessern.
    Eine wichtige Kernaussage des Thesenpapiers liegt in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Eigenkapitalversorgung der KMU. Dazu gehört zum einen die steuer- und gesellschaftsrechtliche Anpassung der Rahmenbedingungen, um die Benachteiligung von Eigenkapitalbildung gegenüber Fremdkapitalfinanzierung aufzuheben bzw. deutlich zu reduzieren. Zum anderen sollte der uneingeschränkte Zugang zu Eigenkapital dort wo tatsächlich Engpässe vorliegen durch bessere Kapitalausstattung der Eigenkapitalarme der Förderbanken und den Ausbau von Rückbürgschaften für Beteiligungen über die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBG) gewährleistet werden.
    Für die Kreditversorgung der KMU spielen neben den Geschäftsbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken die Förderbanken eine wichtige Rolle. Für die Eigenkapitalversorgung haben die Beteiligungsgesellschaften der privaten und öffentlichen Träger sowie Business Angels als private Investoren eine große Bedeutung. Hier gilt es, die Zusammenarbeit zwischen den privaten und öffentlichen Förderakteuren zu verstärken. Um die Förderwirkung hinsichtlich Effizienz und Effektivität weiter zu optimieren, sollten Ex-ante- und Ex-post-Wirkungsanalysen vermehrt eingesetzt werden.
    Das gesamte Thesenpapier steht Ihnen im Mitgliederbereich der BVK-Website zum Download zur Verfügung.

    Grüne: KMU sollen stärker in Forschung und Entwicklung investieren können

    Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dazu ermutigen, stärker in Forschung und Entwicklung zu investieren. Dafür schlagen die Grünen in einem Antrag vor, Steuergutschriften für forschende Unternehmen einzuführen. Anspruchsberechtigt sollen diejenigen Firmen sein, die nicht von Großunternehmen beherrscht werden und höchstens 250 Mitarbeiter beschäftigen. Die Steuergutschrift soll 15 Prozent der nachgewiesenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben betragen. Auch die Aufnahme von Wagniskapital soll für diese KMU sowie für Start-ups verbessert werden, fordern die Grünen. Die Rahmenbedingungen für die Finanzierung von Forschung und Entwicklung in Deutschland seien schlecht “und werden in der Krise noch schlechter.” Deswegen hätten die Grünen bereits konkrete Forderungen eingebracht, mit denen die steuerlichen Rahmenbedingungen für innovationsstarke KMU in Bezug auf Wagniskapital deutlich verbessert werden würden. Die Große Koalition habe diese Anträge aber abgelehnt.



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