BVK-Präsident Ostmeier: Krise ist keine Gefahr für Private Equity als Finanzierungsform
In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung am heutigen Freitag hat Dr. Hanns Ostmeier, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), einen Überblick und Ausblick auf die Situation der Beteiligungskapitalbranche in Deutschland gegeben. Laut Ostmeier ist der Einbruch der Investitionen im ersten Quartal auf die Schwierigkeit, Unternehmen vernünftig zu bewerten, zurückzuführen. Momentan könne nämlich niemand beurteilen, wie es kurz- oder langfristig bei den Unternehmen tatsächlich aussieht. Nach wie vor haben die Beteiligungsgesellschaften in Deutschland genug Kapital, um zu investieren. Daher stellt Private Equity für deutsche Unternehmen immer noch eine attraktive Finanzierungsalternative zu den notleidenden Banken da. Aus diesem Grund ist das Geschäftsmodell Private Equity auch durch die Krise nicht gefährdet, so Ostmeier. Schließlich gibt es die Branche seit 30 Jahren und angesichts der zentralen Rolle, die Private Equity bei der Restrukturierung von Konzernen spielt, steht die Branche heute nicht geschwächter dar als zuvor.
Natürlich spüren auch die deutschen Beteiligungsgesellschaften Auswirkungen der Krise, denn auch sie sind davon betroffen. Umso wichtiger ist es laut Ostmeier daher auch, dass der Öffentlichkeit durch die Beschäftigung mit der Materie viel klarer geworden ist, worin die Unterschiede zwischen Private Equity und anderen Finanzmarkakteuren liegen.

