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    Private Equity mit positivem Effekt für Europa

    Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte in der August-Ausgabe ihrer Working Paper Series eine Studie zum Thema „On the Real Effects of Private Equity – Investment Evidence from New Business Creation“. Gerade in den letzten Jahren rückte das Interesse zur Rolle von Private Equity in der Finanzierung neuer kleiner Unternehmen immer mehr in den Mittelpunkt. Während Banken sich wegen zu hoher Unsicherheiten und großer Informationsasymmetrien zunehmend aus dem Kreditvergabegeschäft mit kleinen Unternehmen zurückziehen, schließen Private Equity-Investoren mit ihren Möglichkeiten des „stage financing“, den individuell abgeschlossenen Verträgen und vor allem der aktiven Begleitung der finanzierten Unternehmen genau diese Lücke. Das Working Paper der EZB untersucht diese Entwicklungen und den Effekt, welchen Einfluss Private Equity auf Unternehmensgründungen in Europa nimmt.

    Der Studie zur Folge hat Private Equity generell und Venture Capital speziell einen positiven Effekt auf die Marktplatzierung innovativer Ideen. Die Studie legte hierbei keinen Fokus auf den Umsatz der betrachteten Unternehmen, sondern vielmehr auf den Einfluss, den Private Equity-Investitionen auf unternehmerisches Handeln in einer Volkswirtschaft nehmen. Betrachtet wurden die Jahre 1998-1999 und 2006-2007.

    Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig Private Equity für Europa und damit auch für Deutschland ist: Demnach ist die Ausgestaltung von forschungs- und entwicklungsintensiven Industrien mit hohen Markteinstiegsbarrieren signifikant höher, je ausgeprägter die Private Equity-Branche im jeweiligen Land ist. Dabei sind unabhängige Private Equity-Fonds wirtschaftlich und statistisch signifikant, während konzerneigene und öffentliche Fonds auf neue Unternehmensgründungen nahezu keinen Effekt haben. Venture Capital- und Start-up-Finanzierungen sind der Studie nach vergleichbar mit den gesamten Private Equity-Investments, wobei dies 2006-2007 stärker ausgeprägt war als in den Jahren 1998-1999. Die Daten für die Studie entnahm die EZB dem EVCA Yearbook und der Amadeus Database.

    Die gesamte Studie und weitere Ergebnisse finden sie hier: http://www.ecb.int/pub/pdf/scpwps/ecbwp1078.pdf



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