Burkhard Balz (CDU) im Handelsblatt: Regulierung muss zwischen Private Equity und Hedge-Fonds unterscheiden
Das Handelsblatt berichtet in der heutigen Ausgabe über die geplante Regulierung für Manager alternativer Investmentsfonds und lässt mit Burkhard Balz, neuer EU-Parlamentarier aus Niedersachsen eine kritische Stimmen zu Wort kommen. Laut Balz (CDU) sind “eine Reihe der geplanten Bestimmungen auf Private Equity nicht anwendbar”. Die EU müsse bei der Regulierung stärker zwischen Private Equity und Hedge-Fonds differenzieren. Während Private Equity-Gesellschaften ausschließlich in Unternehmen investieren, können Hedge-Fonds Investitionen in alle möglichen Anlagen und Instrumente tätigen. Damit greift Balz die Bedenken der Private-Equity-Branche auf, die für die deutsche Wirtschaft erhebliche Bedeutung hat. Hierzulande sind 6.200 überwiegend mittelständische deutsche Unternehmen mit Private-Equity-Kapital finanziert. Diese Unternehmen beschäftigen 1,2 Mio. Mitarbeiter und machen rund 200 Mrd. Euro Umsatz im Jahr. Der BVK fordert schon seit Jahren eine gesetzlichen Rahmen für Private Equity und hat daher prinzipiell nichts gegen eine EU-Richtlinie einzuwenden. In seiner jetzigen Form ist der Richtlinienentwurf für die Branche aber untragbar und würde das Geschäftsmodell kaputtmachen.

