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    BVK-Präsident Ostmeier im WELT-Interview: Tendenz geht zu mehr Eigenkapital

    In der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ wurde BVK-Präsident Dr. Hanns Ostmeier zu der Bedeutung und der gegenwärtigen Situation der Private Equity-Branche in Deutschland interviewt.

    Laut Ostmeier ist die Private Equity-Branche in Deutschland nach den Boomjahren 2003 bis 2007 derzeit wieder auf dem Niveau des langfristigen Durchschnitts angekommen. Die Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre schaffte einen Liquiditätsüberhang, der Unternehmensbeteiligungen unter Verwendung hoher Fremdkapitalmittel ermöglichte. Die Bewertung von Unternehmen lag entsprechend 60-80 % über dem marktgängigen Niveau. Diese Zeiten sind vorbei, so Ostmeier. Private Equity-Gesellschaften bringen derzeit Eigenkapitalmittel von 40 bis etwa 50 % für eine Beteiligung auf, teilweise wird der gesamte Kaufpreis durch Eigenkapital dargestellt. Dieser Trend wird sich auch zukünftig halten.

    Dass teilweise auch Private Equity-geführte Unternehmen auf Grund der gegenwärtigen Krise von der Insolvenz betroffen sind, stellt Ostmeier ebenfalls fest. Er verwies zugleich jedoch auf die Tatsache, dass unter den 30.000 Insolvenzen pro Jahr nur ein Bruchteil auf Private Equity-Beteiligungen fällt. Die Private Equity-Branche ist zudem finanziell stark genug, auch krisengeplagte Portfoliounternehmen durch Kapitalbezuschussung – wie im Fall der Werkstattkette ATU – zu unterstützen. Kein Private Equity-Manager schickt vorsätzlich eine Beteiligung in die Insolvenz. Dies zerstört Werte, so Ostmeier.



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