Concentro-Umfrage: Private-Equity-Investoren stehen auch in der Krise bereit
Auf eine Umfrage der Concentro Management AG, einer mittelstandsorientierten Beratungsgesellschaft mit Sitz in München und Nürnberg, haben 40 Private-Equity-Gesellschaften mit einem verfügbaren Kapital von 7,5 Mrd. € und Investitionsschwerpunkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Investitionsstrategie in der Wirtschaftskrise erläutert. Die gute Nachricht ist: Erhebliche Liquidität wartet auf die geeigneten Investitionsgelegenheiten.
Die große Mehrheit der Investoren verfolgt auch in der Wirtschaftskrise eine aktive Investitionsstrategie. Der größte Hemmschuh ist die Fremdkapitalseite. Refinanzierungen der Unternehmen oder eine begleitende Akquisitionsfinanzierung sind von den Banken äußerst schwer zu bekommen.
Weiterhin ergab die Untersuchung, dass 86 Prozent der befragten Investoren sich auch während der Wirtschaftskrise an attraktiven Zielunternehmen beteiligen wollen.
Sogenannte Turnaround Investments sind dabei ein Trend, der zunehmend auch von den klassischen Buy-Out-Investoren entdeckt wird. Sogar mehr als die Hälfte der befragten Investoren sind bereit, in Unternehmen mit „Krisensymptomen“ zu investieren. Dafür stehen 1,8 Mrd. Euro an Liquidität bereit.
Die Umfrage belegt ferner, dass der M&A- und Beteiligungsmarkt zu einem von Käufern und Investoren dominierten Markt geworden ist. Diese können sich geeignete Unternehmen nach strategischen Kriterien aussuchen und zu den derzeit günstigen Bewertungen einsteigen. Private-Equity-Investoren verfolgen dabei, so eine weitere Erkenntnis der Studie, sehr differenzierte Anlagestrategien, mit denen sie die derzeitigen Opportunitäten am
M&A-Markt abschöpfen und flexibel auf den ausgetrockneten Fremdkapitalmarkt reagieren.
Die Umfrageergebnisse werden ausführlich im neuen Concentro Turnaround Investment Guide 2010 vorgestellt, der im November 2009 erscheint.

