Studie: Hohe Wertschöpfung von Unternehmen durch Private Equity auch bei geringem Fremdkapitaleinsatz
Eine aktuell veröffentlichte Studie des Private Equity-Dachfonds Capital Dynamics und Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (TU München) hat ergeben, dass die Wertschöpfung von Unternehmen durch Private Equity nicht nur vom Fremdkapital abhängig ist. Für die Untersuchung wurden die Daten von 241 Unternehmen aus den Jahren 1989 bis 2006 ausgewertet. Die Studie stellt eine der umfangreichsten zur Analyse von Wertsteigerungshebeln in Private-Equity-Transaktionen dar.
Die Untersuchung zeigt, dass unter Beteiligung von Private Equity eine durchschnittliche Wertsteigerung von 272 % erreicht werden konnte. Hierbei wurde deutlich, dass die Wertschöpfung nicht nur von Fremdkapital, das durch Private Equity in die Unternehmen eingebracht wird, abhängig ist. Der Leverage-Effekt, also die Erhöhung der Eigenkapitalrendite durch den Einsatz von Fremdkapital, macht nur ein Drittel der gesamten Wertschöpfung aus. Dagegen werden zwei Drittel der Wertsteigerung durch operative Verbesserungen im Unternehmen generiert. Diese ergaben sich dabei vor allem durch Umsatzsteigerungen. Somit leistet das eingebrachte Fremdkapital einen geringeren Beitrag zur Wertsteigerung von Private Equity-finanzierten Unternehmen, als allgemein angenommen. Ohne den Leverage-Effekt würde der Wert der Unternehmen bei einer durchschnittlichen Haltedauer von 3,5 Jahren immer noch um 184 % steigen. Damit macht die Studie deutlich, dass Private Equity-Gesellschaften auch mit einem reduzierten Einsatz von Fremdkapital eine beachtliche Wertsteigerung des Unternehmens realisieren können.
Eine weitere Erkenntnis der Studie besteht darin, dass Unternehmen, die sich zum Zeitpunkt des Einstiegs von Private Equity-Gesellschaften in einer Krisensituation befanden, überdurchschnittliche Renditen erreichen, die vor allem durch Umsatzwachstum generiert werden.

