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    Beteiligungsgesellschaft KKR kauft Wild GmbH und Pets at Home

    Die internationale Private Equity-Gesellschaft KKR hat angekündigt, sich bei dem deutschen Familienunternehmen Rudolf Wild GmbH, einem der weltweit größten Anbieter natürlicher Zusatzstoffe für Lebensmittel, zu beteiligen. Eigentümer Hans Peter Wild hatte keinen familieninternen Nachfolger für das Unternehmen finden können. KKR übernimmt eine Minderheitsbeteiligung von zunächst 35 %, Alteigentümer Wild bleibt weiterhin Mehrheitsgesellschafter. Ziel ist es, das Unternehmen mit derzeit ca. 2.500 Beschäftigten über einen Zeitraum von einigen Jahren börsenfähig zu machen. Laut Rudolf Wild will sich das Unternehmen mit Hilfe von KKR zunächst neue Geldquellen erschließen, die verschiedenen Teile des Konzerns stärker zusammenführen und weiter wachsen.
    Außerdem engagiert sich KKR bei dem britischen Zoo-Händler Pets at Home. Der Wert des britischen Unternehmens liegt bei rund 1,5 Milliarden Dollar.
    KKR investiert nur eigenes Kapital in die beiden Firmen und will keine Schulden aufnehmen. Auch künftig will sich die Private Equity-Gesellschaft vor allem an Familienunternehmen beteiligen, der Bedarf ist groß. KKR setzt damit ein Zeichen, dass die Beteiligungsgesellschaften die Krise allmählich überwinden.

    Institutionelle Investoren investieren wieder in große Buy-Out-Fonds

    Die institutionellen Investoren haben bereits neun Mrd. US-Dollar in den neuen Fonds der US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Blackstone investiert. Die Private Equity-Gesellschaft geht davon aus, den Fonds Ende Juni bei der geplanten Größe von 15 Mrd. US-Dollar schließen zu können. Auch die britische Beteiligungsgesellschaft BC Partners möchte in diesem Jahr einen Fonds mit einem Volumen von 8,4 Mrd. US-Dollar (5,8 Mrd. €) auflegen. Beides sind erste Anzeichen für eine Erholung in diesem Sektor und die Bereitschaft der institutionellen Investoren, in große Buy-Out-Fonds zu investieren. Der BC Partners-Fonds würde mit dem anvisierten Volumen gleichauf mit dem bisher größten Fonds der Gesellschaft liegen, der während des Private Equity-Booms im Jahr 2005 aufgelegt wurde.

    Studie: Unternehmen setzen verstärkt auf Eigenkapitalfinanzierung

    Durch die Finanzmarktkrise hat die Finanzierung durch Eigenkapital (Private Equity) bei Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Auch bei mittelständischen Unternehmen zeigt sich ein Trend zur Eigenkapitalfinanzierung sowie eine höhere Aufgeschlossenheit gegenüber externen Investoren. Dies belegt die aktuell veröffentlichte Studie „Wachstum und Unabhängigkeit durch Eigenkapitalfinanzierung“, die gemeinsam von der TU München, der Deutsche Börse AG und der Beratungsgesellschaft Ernst & Young durchgeführt wurde.

    Die Studie untersucht die Ursachen für die zunehmende Bedeutung von Private Equity für die Unternehmen. Mehr als 60 % der befragten Unternehmen möchten zukünftig ihre Finanzierungsstrategie verändern, wobei Eigenkapital einen höheren Stellenwert einnehmen soll.
    Ein Grund für diesen Trend sei darin zu sehen, dass die Transparenzanforderungen an die Unternehmen von Eigen- und Fremdkapitalgebern nicht mehr stark voneinander abweichen. Außerdem führe der zunehmende Innovationsdruck zu einem steigenden Kapitalbedarf, der aufgrund der eingeschränkten Kreditvergabe nur durch zusätzliches Eigenkapital gedeckt werden kann.

    Im Rahmen der Studie zeigt sich aber auch, dass die Unternehmensfinanzierung durch Private Equity in Deutschland erschwert ist. An den Gesetzgeber wird die Forderung gerichtet, die Rahmenbedingungen für Eigenkapital zu verbessern. Als wichtiger Punkt wird hierbei die Abschaffung der steuerlichen Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital genannt.

    Die vollständige Studie finden Sie hier.



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