• Kalender

  • Februar 2010
    M D M D F S S
    « Jan   Mrz »
    1234567
    891011121314
    15161718192021
    22232425262728
    Folgen Sie uns auf Twitter

    Private Equity wird beim Mittelstand salonfähig

    Wie die Börsen Zeitung berichtet, wird Private Equity im Mittelstand vermehrt als Finanzierungsform wahrgenommen. So nannten in einer Umfrage von Deloitte mehr als die Hälfte der befragten Automobilzulieferer Finanzinvestoren als mögliche Quelle zur Schließung bestehender Eigenkapitallücken. „Die Bedeutung von Private Equity wird sehr viel größer werden als in der Vergangenheit”, sagte Herbert Reiß, der für den Mittelstand in Deutschland zuständige Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, auf einem Seminar des Deutschen Aktieninstituts (DAI) in Frankfurt. Beteiligungsgesellschaften hätten große Chancen in der Wachstumsfinanzierung. Die Geschäftsmodelle der Finanzinvestoren veränderten sich hin zu mehr Betreuung der Unternehmen und einer größeren Identifikation mit den Portfolio-Firmen.

    Spezialchemiekonzern Cognis ist „reif für einen Gang an die Börse“

    Das Spezialchemieunternehmen Cognis hat seine Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen und ist nun bereit für einen Gang an die Börse. Das sagte Cognis-Chef Antonio Trius gegenüber der Süddeutschen Zeitung vom 15. Februar.
    Seit 2001 sind die beiden Beteiligungsgesellschaften Permira und Goldman Sachs die Eigentümer der früheren Henkel-Tochter. Vor drei Jahren haben die Investoren die Finanzierung von Cognis umgestellt – aus heutiger Sicht ein sehr günstiger Zeitpunkt. Im Rahmen der Restrukturierung hat Cognis im Herbst 2008 die Textil- und Grundstoffsparte verkauft – seitdem konzentriert sich der Spezialchemiekonzern auf die Bereiche Kosmetik und Waschen, Nahrungsmittel sowie Pflanzenschutz, Farben und Schmierstoffe. Laut Trius haben alle Geschäftsbereiche positive Wachstumschancen, seit dem dritten Quartal 2009 steige auch wieder die Nachfrage. Nach der gelungenen Restrukturierung blickt der Cognis-Chef positiv in die Zukunft: „Jetzt wächst Cognis und wird von Jahr zu Jahr wertvoller“ – und auch einen Börsengang des Spezialchemiekonzerns hält er für möglich.

    Investoren erwarten mehr Unternehmensverkäufe innerhalb der Private Equity-Branche

    Für die kommenden Monate und Jahre erwarten Finanzinvestoren, dass die Bedeutung von Transaktionen innerhalb der Private Equity-Branche, so genannter Secondary-Buy-outs, zunimmt. Entsprechend äußerte sich auch David Rubenstein, Gründer des US-amerikanischen Private Equity-Fonds Carlyle, gegenüber dem Handelsblatt vom 11. Februar 2010.
    Vor der Finanzkrise hätten Beteiligungsgesellschaften bis zu 35 % ihrer Portfoliounternehmen an eine andere Private Equity-Gesellschaft verkauft. Rubenstein erwartet, dass dieser Wert sogar übertroffen wird. Derzeit möchten viele Beteiligungsgesellschaften Unternehmen, die sie vor der Krise erworben haben, verkaufen, um ihren eigenen Investoren eine entsprechende Rendite zu ermöglichen. Neben einem Börsengang (IPO) kommt nun für immer mehr Beteiligungsgesellschaften auch ein Secondary-Buy-out in Frage. Das wird beispielsweise am Unternehmen Kabel Deutschland deutlich – der Eigentümer, die Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners, zeigt sich auch gegenüber Angeboten aus der Private Equity-Branche aufgeschlossen, bereitet parallel aber den Börsengang des Kabelnetzbetreibers vor.
    Weltweit besitzen Private Equity-Gesellschaften Kapital in Höhe von mehr als 1 Billion Dollar, das investiert werden kann. Insofern sind die notwendigen Voraussetzungen für eine wachsende Anzahl von Secondary-Buy-outs gegeben.



    Impressum | Sitemap