Investoren erwarten mehr Unternehmensverkäufe innerhalb der Private Equity-Branche
Für die kommenden Monate und Jahre erwarten Finanzinvestoren, dass die Bedeutung von Transaktionen innerhalb der Private Equity-Branche, so genannter Secondary-Buy-outs, zunimmt. Entsprechend äußerte sich auch David Rubenstein, Gründer des US-amerikanischen Private Equity-Fonds Carlyle, gegenüber dem Handelsblatt vom 11. Februar 2010.
Vor der Finanzkrise hätten Beteiligungsgesellschaften bis zu 35 % ihrer Portfoliounternehmen an eine andere Private Equity-Gesellschaft verkauft. Rubenstein erwartet, dass dieser Wert sogar übertroffen wird. Derzeit möchten viele Beteiligungsgesellschaften Unternehmen, die sie vor der Krise erworben haben, verkaufen, um ihren eigenen Investoren eine entsprechende Rendite zu ermöglichen. Neben einem Börsengang (IPO) kommt nun für immer mehr Beteiligungsgesellschaften auch ein Secondary-Buy-out in Frage. Das wird beispielsweise am Unternehmen Kabel Deutschland deutlich – der Eigentümer, die Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners, zeigt sich auch gegenüber Angeboten aus der Private Equity-Branche aufgeschlossen, bereitet parallel aber den Börsengang des Kabelnetzbetreibers vor.
Weltweit besitzen Private Equity-Gesellschaften Kapital in Höhe von mehr als 1 Billion Dollar, das investiert werden kann. Insofern sind die notwendigen Voraussetzungen für eine wachsende Anzahl von Secondary-Buy-outs gegeben.

