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    Ventizz übernimmt Sovello und Conlinet

    Die Beteiligungsgesellschaft Ventizz Capital Partners hat zwei Unternehmensübernahmen abgeschlossen. Bereits vor kurzem erwarb der Finanzinvestor 44,2 % der Conlinet Holding. Das in Essen ansässige Infrastrukturunternehmen ist Anbieter von Glasfasernetzen und hat sich dabei auf den Ausbau von Breitbandnetzen spezialisiert. Am 24. März folgte mit dem Kauf der Bitterfelder Solartechnikfirma Sovello AG die zweite Übernahme innerhalb kurzer Zeit. Ventizz kündigte eine Erhöhung des Eigenkapitals von Sovello um einen zweistelligen Millionenbetrag an, um somit das Unternehmen, das 2009 einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte, zu entlasten. Die Transaktionen haben zusammen ein Volumen von knapp 70 Mio. €; das Kapital stammt aus dem aktuellen Beteiligungsfonds von Ventizz, der 450 Mio. € umfasst. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Dr. Helmut Vorndran, Vorstandssprecher von Ventizz, die Beteiligungsgesellschaft arbeite derzeit an einer weiteren Übernahme. Außerdem seien auch Verkäufe einzelner Portfoliounternehmen in diesem Jahr möglich.
    Obwohl die Übernahmen von Conlinet und Sovello bereits seit einem Jahr verhandelt wurden, so können die aktuellen Transaktionen von Ventizz auch als ein Hinweis für eine Belebung des deutschen Private Equity-Marktes gewertet werden.

    Erfolgreicher Börsengang von Kabel Deutschland

    Seit gestern wird der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland an der Börse gehandelt – es ist der größte deutsche Börsengang (IPO) seit zwei Jahren. Der bisherige Eigentümer des Unternehmens, die Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners, bleibt vorerst Mehrheitsaktionär, denn nur rund ein Drittel aller Aktien wurden platziert. Aktuell werden die Aktien des Unternehmens mit einem Wert von 22 Euro gehandelt. Zuvor hatte der Finanzinvestor Angebote anderer Beteiligungsgesellschaften, die Kabel Deutschland für einen Kaufpreis von rund 5 Mrd. Euro übernehmen wollten, abgelehnt. Auf diesen Wert wird das Unternehmen nun geschätzt – das lässt darauf schließen, dass Providence davon ausgeht, weitere Aktien zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Kurs verkaufen zu können. Die Beteiligungsgesellschaft geht also zumindest mittelfristig von einer positiven Kursentwicklung aus – Voraussetzung dafür ist eine positive Entwicklung des Unternehmens.
    Auch für andere Unternehmen ist ein Börsengang vorgesehen, unter anderem für die Modekette Tom Tailor und den Chemikalienhändler Brenntag.

    KfW-Umfrage: Unternehmen erwarten 2010 schlechtere Kreditbedingungen

    Laut einer aktuellen Umfrage der KfW-Bankengruppe unter den wichtigsten Unternehmerverbänden stellen sich die deutschen Unternehmen auf schlechtere Kreditbedingungen ein. 75 % der Verbände rechnen damit, dass es für Firmen im ersten Quartal 2010 schwieriger wird, einen Kredit zu erhalten.
    Somit besteht die Gefahr, dass der Finanzierungsbedarf im Aufschwung nicht gedeckt werden kann. Auch wenn es keine flächendeckende Kreditklemme gebe, so könne dennoch der Konjunkturaufschwung gebremst werden. Über 90 % der Befragten gaben an, dass die Unternehmen planen, Investitionen zu kürzen oder gar zu streichen. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sei es in diesem Jahr deutlich schwerer, neue Kredite von den Banken zu erhalten.



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