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    Venture Capital fördert Wachstum des Bruttoinlandsproduktes

    Ein Anstieg von Venture Capital-Aktivitäten wirkt sich positiv auf das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Dies belegt die aktuelle Studie „Venture Capital adds economic spice“ der Deutsche Bank Research, die die Daten von 14 europäischen Ländern und den USA für den Zeitraum 1989 bis 2009 ausgewertet hat.

    Demnach bewirkt eine Zunahme der Venture Capital-Investitionen in Höhe von 0,1 % des BIP einen realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 Prozentpunkte. Einen noch größeren Einfluss haben Investitionen im Frühphasenbereich, dem so genannten Early Stage-Segment: Bei einer entsprechenden Investitionszunahme steigt das BIP sogar um 0,96 Prozentpunkte.
    Eine Zunahme von Investitionen im Bereich Venture Capital (VC) geht also mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes einher. Hierbei sind die Einflüsse wechselseitig: In einer Wirtschaft mit hohen Wachstumsraten sind Investoren eher bereit, Risikofinanzierungen für aussichtsreiche Technologien zur Verfügung zu stellen – Venture Capital-Investitionen nehmen dann zu. Andererseits unterstützt Venture Capital innovative Start-up-Unternehmen dabei, neue Technologien auf den Markt zu bringen, was positive Auswirkungen auf den Wettbewerb hat. Als Folge daraus resultiert Wirtschaftswachstum. Auch wenn zwischen der Entwicklung des BIP und der Venture Capital-Aktivitäten wechselseitige Beziehungen bestehen, so konnte nachgewiesen werden, dass der Einfluss von erhöhten Venture Capital-Investitionen auf das Wachstum des BIP größer ist als umgekehrt. Hierbei wird angeführt, dass zwar Länder mit lebhaften Venture Capital-Aktivitäten ein stärkeres Wirtschaftswachstum aufweisen, aber nicht alle Länder mit einem hohen BIP auch einen stark entwickelten Venture Capital-Markt haben.

    Vor dem Hintergrund, dass Wagniskapital das Wirtschaftswachstum fördert, ist eine zentrale Frage, welche Faktoren dazu beitragen können, dass sich eine lebendige Venture Capital-Branche entwickelt. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern ist der Venture Capital-Markt in Deutschland vergleichsweise klein. Die Studie führt hierbei unter anderem umfangreiche Gründungsaktivitäten an. Von großer Bedeutung sind auch die steuerlichen Rahmenbedingungen.

    Die vollständige Studie finden Sie hier.

    Börsengänge ziehen wieder an

    Weltweit wagen immer mehr Private Equity-finanzierte Unternehmen den Gang an die Börse. Insgesamt gab es in den ersten acht Monaten des Jahres 2010 84 Börsengänge (IPOs) von Unternehmen, an denen eine Private Equity-Gesellschaft mehrheitlich beteiligt war (Buy-Out). Deren Volumen belief sich auf zusammen 19,7 Mrd. $. Damit wurden die Vergleichswerte der jüngeren Vergangenheit deutlich übertroffen. Der Anstieg der Anzahl und des Volumens der Börsengänge ist erheblich: Im Vergleichszeitraum 2009 brachten acht Börsengänge 2,4 Mrd. $ ein, in den ersten acht Monaten des Jahres 2008 wurden 40 IPOs mit einem Volumen von 9,8 Mrd. $ gezählt. Trotz des jüngsten Aufschwungs am IPO-Markt ist die Buy-Out-Branche noch deutlich von den Zahlen des Jahres 2007 entfernt: Hier brachten 144 Börsengänge in den ersten acht Monaten des Jahres 38,5 Mrd. $ ein. Nach Angaben des Datenanbieters Dealogic sind im weiteren Jahresverlauf weitere Börsengänge zu erwarten.
    Doch nicht nur im Buy-Out-Segment finden immer mehr Börsengänge statt, auch bei Venture Capital-finanzierten Unternehmen ist ein Anziehen der IPO-Aktivitäten festzustellen. Dies belegen aktuelle Daten der US-amerikanischen National Venture Capital Association (NVCA) und des Datenanbieters Thomson Reuters zu den Börsengängen Wagniskapital-finanzierter Unternehmen in den USA. Hier ist das zweite Quartal des Jahres 2010 mit 17 Börsengängen und einem Volumen von 1,3 Mrd. $ das erfolgreichste seit dem vierten Quartal 2007. In diesem Marktsegment stiegen Anzahl und Volumen der Börsengänge bereits das dritte Quartal in Folge.



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