Vertrauen in Private Equity steigt
Investoren scheinen Private Equity nicht länger skeptisch gegenüberzustehen. Dem Handelsblatt zufolge ist der britische Finanzinvestor BC Partners erfolgreich beim Einsammeln seines voraussichtlich 6 Mrd. € schweren neuen Fonds, der als Feuerprobe für den Markt gilt. Er plant, bis Anfang Februar die Hälfte der Summe erzielt zu haben. Spätestens im Herbst soll der Fonds dann geschlossen werden. Auch das Fundraising anderer Private Equity-Häuser läuft zufriedenstellend, wie Branchenkenner berichten.
Die Zahlen machen den Unterschied zu vergangenen Zeiten jedoch deutlich: 2010 sammelten Private Equity-Fonds lediglich 172 Mrd. Dollar neue Gelder ein, im Boomjahr 2007 hingegen kam die Branche auf 650 Mrd. Dollar. Zudem entschieden sich Private Equity-Anleger vor der Krise bereits nach 12 Monaten für das Einwerben der Gelder, derzeit liegt der Vergleichswert bei fast 20 Monaten. Dennoch profitieren die Finanzinvestoren mittlerweile wieder von der weltweiten Erholung der Wirtschaft – das wiederum führt zu Wertsteigerungen ihrer Investitionen in die Firmen. Damit gehört die Zurückhaltung aufgrund der allgemeinen Marktsituation der Großanleger, in Private Equity zu investieren, der Vergangenheit an.
Große Gesellschaften wie Apax, EQT oder Versicherer und andere institutionelle Investoren wollen im kommenden Jahr wieder mit neuen Geldern in Aktion treten, da die bisher vorhandenen großteils investiert seien. Golding Capital Partners beobachtet bei den milliardenschweren US-Pensionskassen sowie den Staatsfonds aus Asien und dem Nahen Osten ein erwachendes Interesse für Private Equity. Diese großen Investoren seien wichtig, wenn es um Milliardenfonds ginge, die durchaus keine Selbstläufer seien, bestätigt Golding.

