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    Advent International erwägt Börsengang von Takko

    Für den Textilhändler Takko Holding könnte das neue Jahr den Gang an die Börse bringen. Das im Münsterland ansässige Unternehmen, das in ganz Europa rund 1.400 Filialen betreibt und einen Umsatz von knapp 1 Mrd. Euro erzielt, gehört damit zu dem rund halben Dutzend Unternehmen, die 2011 als Kandidaten für ein Debüt am deutschen Aktienmarkt gehandelt werden.
    Die Bostoner Privat Equity-Gesellschaft Advent International hat Takko seit 2007 nach vorn gebracht. Aufgrund der positiven Entwicklung von Takko, kann nun einen Börsengang in Erwägung gezogen werden. Eine weitere Möglichkeit, die ebenfalls noch in Betracht steht, wäre der Verkauf an einen anderen großen Investor.

    Neue Studie zeigt, dass Branchen mit Private Equity-Aktivitäten schneller wachsen

    Mehr Produktivität und mehr Beschäftigung – dadurch zeichnen sich Branchen aus, in denen es viele Private Equity-Aktivitäten gibt. Auch erweisen sich diese Branchen in Krisenzeiten als stabiler. Das ist das Ergebnis einer neue Studie, an der neben dem führenden Wissenschaftler im Bereich Private Equity, Josh Lerner, die internationalen Private Equity-Experten Shai Bernstein, Harvard Business School, Morten Sorensen, Swedish Institute for Financial Research (SIFR) und Per Strömberg, Stockholm School of Economics mitgearbeitet haben. Die Studie ist Teil eines mehrjährigen Forschungsprojekts der beteiligten Wissenschaftler im Rahmen des World Economic Forums und setzt die Reihe diverser wissenschaftlicher Arbeiten zum Thema Private Equity fort. Ziel dieses Projekts ist die Untersuchung der globalen Auswirkungen von Private-Equity-Investitionen.

    Die Studie widmet sich den Auswirkungen von Buy-Outs unter Beteiligung von Private Equity-Gesellschaften in den Jahren 1986 bis 2007 in 20 Branchen aus 26 Ländern. Dabei wurde der Einfluss von Private Equity auf das Wachstum und die Zyklizität der Branchen untersucht, indem die Zusammenhänge zwischen Private Equity-Investitionen und den Wachstumsraten von Variablen wie Produktivität und Beschäftigung analysiert wurden. Dabei verglichen die Autoren die Wachstumsrate einer bestimmten Branche mit dem durchschnittlichen Gesamtwirtschaftswachstum im selben Jahr. Außerdem wurden länder- und branchenspezifische Faktoren berücksichtigt. Damit war es möglich, die Auswirkungen von Private Equity-Transaktionen im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung in einem bestimmten Land, in einer bestimmten Branche und in einem bestimmten Jahr zu bewerten.
    Die Ergebnisse zeigen, dass Branchen mit Private Equity-Aktivitäten schneller gewachsen sind als andere. Das belegen die Daten für Gesamtproduktion, Wertschöpfung, Lohnniveau und Beschäftigung. Dabei spielt die Höhe der Investitionen keine bedeutende Rolle: In den Industriezweigen mit Private Equity-Aktivitäten gibt es kaum signifikante Unterschiede zwischen den Branchen mit besonders hohem oder eher niedrigem Niveau an Private Equity-Investitionen. Hinsichtlich der Zyklizität kommt die Studie zum Ergebnis, dass Branchen mit Private Equity-Aktivitäten in Branchenzyklen nicht stärker schwanken als Vergleichsbranchen und manchmal sogar weniger volatil sind. Die niedrigen Schwankungen zeigten sich vor allem bei den Variablen Lohnniveau und Beschäftigung. Es gibt zudem kaum Hinweise darauf, dass zyklische Schwankungen durch Private Equity-Investitionen verstärkt werden.

    Ausführliche Informationen finden Sie auch in unserer Sonderausgabe des Private Equity Briefs.



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