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    Umfrage: Beteiligungskapital als Alternative

    Private Equity zählt zu den Alternativanlagen, die derzeit immer interessanter für Investoren werden, so die Ergebnisse einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Mackewicz & Partner. Aufgrund der niedrigen Verzinsung bei Staatsanleihen und der schwachen Renditen bei Tagesgeldern müssen sich die Investoren anderweitig engagieren. Um die versprochenen Garantieverzinsungen für ihre Kunden erwirtschaften zu können, orientieren sie sich deshalb verstärkt bei sogenannten alternativen Anlagen.
    53 % der befragten Kapitalmanager planen Anlagen in Beteiligungskapital. Fast zwei Drittel der Versicherungen, Banken, Versorgungswerke, Pensionierungen und Family-Offices wollen mehr finanzielle Mittel in das Segment Infrastruktur fließen lassen.

    Private Equity-Unternehmen mit Erfolg durch die Krise

    Private Equity-finanzierte Unternehmen haben die Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgreich gemeistert, wie eine neue Studie der SVG Advisers belegt. Untersucht wurden die Umsätze von 50 Unternehmen in den Jahren 2006 bis 2010 – nur im Krisenjahr 2009 mussten die Firmen einen Rückgang ihrer Umsätze hinnehmen. Rückblickend auf das vergangene Jahr erwarten die Unternehmen bereits wieder eine deutliche Ergebnisverbesserung.
    Den Konjunktureinbruch federten die Unternehmen laut SVG mit umfassenden operativen und strategischen Maßnahmen ab. Zum Erfolg führten strategische Neuausrichtungen, Managementwechsel, Kostenreduzierungen und finanzielle Maßnahmen. Das Ergebnis: Die Private Equity-Manager und ihre Teams reagierten schnell und effektiv auf die Krise und konnten damit die Entwicklung der Unternehmen stark beeinflussen. So vollzogen u.a. zwei Drittel der Unternehmen einen Personalwechsel in der Senior-Management-Ebene.
    Ein weiterer Schwerpunkt der Studie waren die finanziellen Verhältnisse der Unternehmen. Demnach haben gut ein Viertel finanzielle Restrukturierungen oder Neuverhandlungen ihrer Finanzierungen eingeleitet – die Ordnung der finanziellen Verhältnisse zählte zu den Aufgabenschwerpunkten. Nur sechs Unternehmen konnten in der Krise ihre Kreditbedingungen nicht erfüllen. Lediglich vier Unternehmen verloren die Private Equity-Investoren an die Kreditgeber. Zudem wurde die Verschuldung der Unternehmen im Untersuchungszeitraum signifikant reduziert, allein zwischen 2008 und 2009 sank das Kreditvolumen um 13 %.
    Untersucht wurden die 50 größten Private Equity-Beteiligungen in Europa mit einem kumulierten Wert von mehr als 130 Mrd. € hinsichtlich ihrer Management-Aktivitäten, ihrer wirtschaftlichen Entwicklung und ihrer derzeitigen Positionierung am Markt.

    Studie: Secondary Buy-Outs können Unternehmenswert steigern

    Ein Secondary Buy-Out – also der Weiterverkauf eines Unternehmens von einer Private Equity-Gesellschaft an eine andere – bietet für die Beteiligungsgesellschaft, die neu erwirbt, nahezu das gleiche Wertsteigerungspotenzial wie der Kauf eines Unternehmens im Rahmen eines Primary Buy-Outs. Zu diesem Ergebnis gelangt die aktuelle Studie des Dachfonds-Managers Golding Capital Partners, die damit jegliche Vorurteile gegenüber dem Kauf von Unternehmen „aus zweiter Hand“ entkräftet. Die Analyse zeigt außerdem, dass die gängige Annahme, bei Secondary Buy-Outs werde mehr Fremdkapital eingesetzt, falsch sei. Zudem ist das operative Wertsteigerungspotenzial kein einmaliger Effekt: Die Beteiligung des Managements und die bessere Corporate Governance wirken sich dauerhaft positiv aus.
    Derzeit gewinnen Secondary Buy-Outs zunehmend an Beliebtheit, weil aufgrund der wirtschaftlichen Situation Börsengänge oder Verkäufe an strategische Investoren keine lukrativ gleichwertige Lösung wären. Bislang wurde der Nutzen von Secondaries für die Käuferseite nahezu immer in Frage gestellt – zu Unrecht. Die Golding-Studie zeigt, dass der Käufer im Schnitt eine fast gleich große Wertsteigerung erreichen kann wie der vorhergehende Eigentümer. Aufgrund der unterschiedlichen Kernkompetenzen der Private Equity-Fonds können jeweils andere Schwerpunkte bei der Investition in ein Unternehmen gesetzt werden. So kann sich zum Beispiel ein Fonds auf den Ausbau einer kleinen Firma zu einem großen Unternehmen konzentrieren, während der nachfolgende Besitzer im nächsten Schritt die weltweite Expansion vorantreibt. Somit erlangen beide Private Equity-Gesellschaften einen Wertzuwachs für das Unternehmen und der Secondary Buy-Out zahlt sich sowohl für das Unternehmen als auch für die Beteiligungsgesellschaften aus.
    Als Basis wurden für die Studie wurden historische Primary und Secondary Buy-Outs ausgewertet. Die Transaktionsdatenbank von Golding Capital Partners enthält dafür mehr als 6.000 Buy-Out-Transaktionen aus den Jahren 1977 bis 2009.



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