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    Beteiligungsgesellschaften suchen nach realistischen Wachstumswegen

    Neue Produkte für die Märkte entwickeln – das ist laut den Managern deutscher Beteiligungsgesellschaften der Schlüssel zum Wachstumserfolg für Unternehmen. In einer Umfrage des Wiesbadener Instituts ICGrowth in Kooperation mit Admetam Business Consultants wurden die Manager von 320 deutschen Private Equity-Unternehmen befragt.

    Die Beteiligungsgesellschaften raten den Unternehmern, sich in den derzeit schwierigen Wirtschaftszeiten auf die eigenen Stärken zu fokussieren und das eigene Innovationspotenzial auszuschöpfen. Dieser Rat der Private Equity-Gesellschaften zeigt deutlich, dass das Heuschrecken-Image, das der Branche noch immer anlastet, nicht berechtigt ist. Vor allem der Mittelstand glaubt, dass Beteiligungsgesellschaften Firmen entweder zu ungesunden Umsatzsteigerungen antreiben oder kaputtsparen würden. Doch dem ist nicht so: Die Mehrzahl der befragten Beteiligungsgesellschaften entscheiden sich für sinnvolle und realistische Wachstumswege, die eine positive Entwicklung des Unternehmens unterstützen sollen. Dazu zählen die Durchdringung der angestammten Märkte und die Diversifikation in neue Geschäftsfelder. Jedoch müssen die Beteiligungsmanager darauf achten, sich nicht zu sehr mit Wachstumsfragen zu beschäftigen und dabei Gefahr zu laufen, Themen wie Kooperation, Fusion und Zukäufe aus den Augen zu verlieren. Diese rangieren hinter den Wachstumsfragen mit 61 % bzw. 60 % auf Platz zwei und drei der Top-Themen im Tagesgeschäft.

    Fondsmanager sorgen für Überrendite

    Die Industrie als Spezialgebiet, eine ausgeprägte Expertise und ein besonders guter Dealflow – das sind die Komponenten, die einen erfolgreichen Fondsmanager auszeichnen. Und sie sind es auch, die den Private Equity-Investments eine Überrendite von 5 % gegenüber dem Aktienmarkt bescheren. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie „Finding Alpha 2.0“, die Golding Capital Partners in Zusammenarbeit mit der HEC School of Management in Paris erstellt hat. Die Studie belegt zudem, dass die Fondsmanager als die wichtigsten Treiber der Überrendite von Private Equity (Alpha) auszumachen sind.

    Untersucht wurden über 4.200 Private Equity-Transaktionen in Europa und den USA von 1977 bis 2010. Die Studie stellt zudem auch fest, dass Faktoren wie Segment, Region oder industrieller Fokus der Investments als Treiber des Alphas keine Rolle spielen. Einzig der Zeitpunkt der Investition ist neben den Fondsmanagern signifikant.

    Bereits im letzten Jahr hat Golding Partners eine Studie zum Alpha von Private Equity-Investments veröffentlicht. In der zweiten Auflage weicht das ermittelte Alpha um 2,1 % zum Vorjahresalpha von 7,1 % ab. Gründe dafür sind die zusätzlichen Transaktionsdaten aus hochkonjunkturellen Jahren, die mit in die Berechnung eingeflossen sind. Zudem korreliert das Alpha von Private Equity laut Studie weiterhin negativ mit der Aktienmarktentwicklung. In einem stabilen Marktumfeld läge das Alpha laut Studie bei 12 %, in Rezessionsphasen hingegen geht die Studie von 18 % Überrendite aus. Hochkonjunkturelle Phasen senken das Alpha auf 7 %.



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