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    Debitel: Dank richtiger Kommunikation zum Erfolg

    Der Verkauf des Telefonkonzerns Debitel an den Freenet-Konzern im März 2008 markierte den Abschluss einer erfolgreichen Private-Equity-Investition. Es entstand ein neuer Marktführer im Mobilfunkvertrieb, angesiedelt noch vor den Wettbewerbern DTAG und Vodafone. Die Geschichte der Debitel-Gruppe zeigt, wie Private Equity Unternehmen nach vorn bringen kann.

    Wir gehen zurück ins Jahr 2004. Das Geschäft von Debitel steckte nach der erfolglosen Teilnahme an UMTS-Auktionen strategisch in einer Sackgasse. Eine unstabile operative Lage und hohe Verluste in Teilbereichen des Unternehmens führten zu einem dringenden Handlungsbedarf. Mit der Private-Equity-Gesellschaft Permira fand der damalige Mehrheitseigner Swisscom den wohl geeignetsten Käufer für Debitel. Die breite Expertise von Permira stützt sich auf über 20 Jahre Erfahrung im Private-Equity-Geschäft in verschiedensten Branchen und mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten. Im Jahr 2004 kaufte Permira 95 Prozent der Swisscom-Anteile an Debitel, anschließend nahm Permira das Unternehmen von der Börse.

    „Hands on“ – dann wurde angepackt
    Restrukturierung und neue Fokussierung von Debitel – so der Plan von Permira. Die Gesellschaften traten in Neuverhandlungen mit Netzbetreibern, suchten langfristige Bindungen strategisch wichtiger Partner und Retailer und fokussierten sich auf den deutschen Markt. Aus den Ländern Slowenien, Dänemark und Frankreich zog sich Debitel gänzlich zurück. Außerdem wurde an einer Weiterentwicklung des Geschäftsmodells gearbeitet, Innovationen und Kostenführerschaft wurden umgesetzt. Dies bedeutete: Neue Produkte im Debitel-Sortiment fanden ihren Platz, das Geschäftsmodell rund um DSL wurde ausgeweitet und die Kostenführerschaft durch drei Wertsteigerungsprogramme erreicht.

    Als nächstes Ziel wurde nichts Geringeres als die Marktführerschaft angepeilt. Dug, die größte unabhängige Shopkette für Telekommunikation in Deutschland, wurde übernommen und eine Weiterentwicklung des Geschäftsmodells vorangetrieben. Zwischen dem Jahr 2004 und 2008 entstanden 420 neue Outlets. Als im Juni 2007 der Mobilfunkanbieter Talkline mit rund 3,8 Millionen Kunden übernommen wurde, wuchs Debitel zum drittgrößten Mobilfunkanbieter nach T-Mobile und Vodafone und vor E-Plus und O2 heran. Die enge Zusammenarbeit und die ausgezeichnete Kommunikation in Form eines aktiven, nahezu täglichen Dialogs zwischen Management und Private-Equity-Gesellschaft ermöglichten den Weg heraus aus der Klemme. Permira blieb in allen Phasen eng involviert und konnte das Geschehen mitgestalten.

    Der Verkauf nach klarer Industrielogik
    Im Frühjahr 2008 verkaufte Permira die Debitel-Gruppe an die Freenet AG. Der Verkauf folgte einer klaren Industrielogik. Die Finanzdaten unterstrichen die gelungene Konsolidierung von Debitel: Der EBITDA wies einen Zuwachs von 187 Prozent auf und lag im Jahr 2007 bei 255 Millionen Euro, im Jahr 2003 noch bei 89 Millionen Euro. Der Umsatz und die Zahl der Mitarbeiter stiegen um 4 Prozent und 8 Prozent.

    Die neue Kombination aus Debitel und Freenet ließ die mit Abstand größte Vertriebsplattform für mobile Telefonie in Deutschland entstehen.



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