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    Maxxtec AG: Energiegewinnung aus Biomasse mit Unterstützung eines Weltkonzerns

    „Unser Unternehmen erzielte seit seiner Gründung im Jahr 1996 jährliche Wachstumsraten von 50 Prozent“ – so beschreibt Gründer und CEO Rolf Schleicher die Ausgangssituation der Maxxtec AG. Das im baden-württembergischen Sinsheim ansässige Unternehmen ist ein führender Lieferant von Komponenten für Biomassekraftwerke auf sogenannter ORC-Basis. Organic Rankine Cycle (ORC) ist ein Verfahren des Betriebs von Dampfturbinen mit einem anderen Arbeitsmittel als Wasserdampf, nämlich organische Flüssigkeiten mit niedriger Verdampfungstemperatur. Maxxtec kann auf diesem Weg effizient Energie aus fester Biomasse, industrieller Abwärme sowie anderen erneuerbaren Energieträgern gewinnen. „Durch unseren guten Erfolg bestärkt, haben wir uns zum Ziel gesetzt, weiterzuwachsen – und dafür benötigten wir Eigenkapital“, sagt Schleicher.

    Allein um Geld ging es Schleicher und seinem Team aber nicht. „Neben dem Mittelzufluss erwarteten wir von einer Beteiligung Impulse für die Weiterentwicklung von Maxxtec“, so Finanzchef Alexander Mitsch. Diese Anforderungen sah man bei der in München ansässigen Beteiligungsgesellschaft Siemens Venture Capital (SVC) schnell erfüllt. Und warum Private Equity und keine andere Finanzierung? “Wir konnten das weitere Wachstum nicht mehr mit eigenem Kapital finanzieren, eine stille Beteiligung bestand bereits. Ein IPO war aus Gründen der Kapitalmarktverfassung nicht möglich. Somit haben wir eine Private Equity Beteiligung erwogen. Heute freuen wir uns, mit Siemens Venture Capital einen starken Finanzinvestor an Bord zu haben, der aufgrund seiner Konzernzugehörigkeit auch für das operative Geschäft eine wertvolle Unterstützung darstellt“, berichtet Mitsch. SVC hält mit seiner Beteiligung nun einen Anteil von rund 20 Prozent an dem Unternehmen.

    Hervorragende Marktposition durch wertvolles Know-how ergänzt
    Als Vorteil der Private Equity-Beteiligung erwies sich auch, dass durch das Siemens-Netzwerk bald Kontakte zu neuen potenziellen Kundengruppen und Lieferanten geknüpft werden konnten. Daneben wirkte sich der Vertrauensbeweis des Weltkonzerns von Beginn an positiv auf die Wahrnehmung der Maxxtec-Produkte aus. Zwar war deren Marktpositionierung schon sehr gut: Als weltweit einziges Unternehmen bietet Maxxtec Wärmeübertragungsanlagen und ORC-Module aus einer Hand an. Mit acht Niederlassungen und Regionalbüros in Europa sowie 26 Vertretungen weltweit betreut das Unternehmen Kunden in mehr als 45 Ländern. Und auch die Umsätze können sich sehen lassen: Im Jahr 2008 betrugen diese über 30 Mio. Euro.

    In der Phase der Unternehmensprüfung wurden bereits Kontakte zu Siemens Business Units hergestellt und Potenziale für zukünftige Kooperationen ermittelt. „So konnten wir direkt im Anschluss an die Finanzierung mit der Arbeit an konkreten Kundenprojekten beginnen – Maxxtec bringt dabei komplementäre Produkte ein“, so Rudolf Ohnesorge, Managing Partner bei SVC.

    Ausblick: Mit Beteiligungskapital große Pläne realisieren
    Das Unternehmen, das vor 13 Jahren von vier Gründern ins Leben gerufen wurde beschäf-tigt heute rund 70 Mitarbeiter. Mit dem neuen Kapital der SVC will das Unternehmen hauptsächlich weiteres Wachstum finanzieren. So soll der internationale Vertrieb intensiviert, die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben und die Serienfertigung weiter ausgebaut werden. Daneben prüft Maxxtec auch Beteiligungen an kerngeschäftsnahen mittelständischen Unternehmen.



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