Private Equity und Sie
Was Private Equity für den Einzelnen bedeutet
Die meisten Menschen in Deutschland sind – oft ohne es zu wissen – längst mit Private Equity in Berührung gekommen.
Möglicherweise haben Sie eine Altersvorsorge oder Lebensversicherung, die auch in Private Equity-Fonds investiert.
Vielleicht arbeiten Sie aber auch in einem Private Equity-finanzierten Unternehmen oder sind dessen Kunde. Debitel, Rodenstock, Nordsee, Fielman oder Premiere – die Liste ist lang. Und Obwohl die wirtschaftliche Bedeutung von Private Equity in Deutschland stetig zunimmt, können die wenigsten Menschen tatsächlich etwas mit diesem Begriff anfangen.
Private Equity bezeichnet die Beteiligung an einem Unternehmen, das nicht an der Börse gehandelt wird. Der Private Equity-Investor beteiligt sich in Form von Eigenkapital und wird damit direkter Teilhaber an dem Unternehmen – mit allen Rechten und Pflichten! In den Medien wird der Begriff Private Equity oft im Zusammenhang mit globalisierten Märkten und ausländischen Großinvestoren verwendet. Deswegen sind die meisten Menschen überrascht, wenn sie hören, dass in Deutschland die meisten Private-Equity-finanzierten Unternehmen im Mittelstand zu finden sind.
Durch Private Equity kommen vor allem solche Unternehmen in den Genuss von
Investitionen, die nicht an der Börse notiert sind und sich das nötige Kapital auch nicht in
Form von Bankkrediten beschaffen können. Der entscheidende Vorteil für die Firmen, die eine Private-Equity-Beteiligung erhalten: Der Geldgeber ist für eine bestimmte Zeit auch Gesellschafter des von ihm unterstützten Unternehmens. Demzufolge hat er ein starkes Interesse daran, dass sich „sein Unternehmen“ positiv entwickelt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Investor neben dem Kapital auch Know-how in die Partnerschaft mit einbringt. Kein Wunder also, dass Private-Equity-finanzierte Unternehmen in der Regel stärker wachsen als andere Unternehmen.
Neben Großinvestoren können auch Privatpersonen ihr Geld in Private Equity anlegen. Allerdings beginnen diese Anlagen meist im sechsstelligen Bereich und kommen daher für Kleinanleger nicht in Frage. Diese investieren allerdings indirekt in Private-Equity: Fast jede Bank oder Versicherung nutzt diese Anlageform, um ihren Kunden gute Renditen zu sichern.
Private Equity hat hierzulande inzwischen eine große volkswirtschaftliche Bedeutung erlangt: Der Umsatz Private Equity-finanzierter Unternehmen entspricht heute 8,2% des
Bruttosozialprodukts. Sie beschäftigen fast eine Million Arbeitnehmer. Tendenz: steigend.
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Um Private Equity anschaulich darzustellen und greifbar zu machen werden auf den Folgeseiten Informationen für Arbeitnehmer, Betriebsräte und Unternehmer, aber auch für Politiker und Anleger bereitgestellt.
Außerdem haben wir einige allgemeine Informationen zu Private Equity und seinen Teilbereichen Buy-Outs/Mehrheitsbeteiligungen und Venture Capital/Wagniskapital zusammengestellt.
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