Private Equity für Anleger
Die meisten Menschen sind schon längst mit Private Equity in Berührung gekommen – nur ist es ihnen oftmals gar nicht bewusst. Private Equity ist nämlich ein Bestandteil vieler Lebensversicherungen oder Altersvorsorgeprodukte, die von Banken oder Versicherungen angeboten werden.Institutionelle Investoren (wie z.B. Versicherungen, Banken oder Pensionsfonds ) und große Privatvermögen sind wichtige Kapitalgeber für Private Equity-Gesellschaften. Die Anlageklasse Private Equity hat sich als fester Bestandteil institutioneller Anlagestrategien etabliert. Der klassische Weg der Kapitalaufnahme für Private Equity-Fonds ist die Platzierung von geschlossenen Fonds mit hohen Mindestzeichnungssummen für institutionelle Investoren. Hinter ihnen stehen letztendlich indirekt private Anleger, Versicherte oder Pensionäre die ihr Vermögen in verschiedene Anlageprodukte, Lebensversicherungen oder Altersvorsorgeprodukte angelegt haben. Private Equity spielt in den Anlagestrategien von Banken, Versicherungen und Pensionsfonds eine zunehmend wichtige Rolle, da diese damit versuchen ihre Renditeversprechungen gegenüber ihren Anlegern einzuhalten und das Anlagerisiko über mehrere Anlageklassen zu streuen.
Damit haben die meisten nur eine indirekte Beziehung zu private Equity als Anlageform. Direkt können in der Regel nur professionelle Anleger investieren. Denn Private Equity gehört zu den Risiko-Anlagen. Für eine Investition sind sehr gute Marktkenntnisse und ein professionelles Risikomanagement nötig. Inzwischen bietet der Kapitalmarkt aber auch Privat- und Kleinanlegern verschiedene Möglichkeiten direkt in die Anlageklasse Private Equity zu investieren.
Private Equity-Dachfonds für Privatanleger investieren nicht direkt in Unternehmen, sondern in mehrere Private Equity-Fonds weltweit. Diese sind ihrerseits an einer großen Zahl von Unternehmen beteiligt, so dass Privatanleger an der Entwicklung von mehr als 100 Unternehmen teilhaben. In Deutschland existieren inzwischen zahlreiche unabhängige aber auch banknahe Dachfondsanbieter, die sich an Privatanleger wenden. Dachfonds erleichtern Privaten den Zugang zu Private Equity, indem sie vor allem mit reduzierten Mindestanlagebeträgen eine sonst entscheidende Einstiegshürde überwinden.
Ein weiterer Weg für Privatanleger ist die Investition in eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft oder einen börsennotierten Private Equity-Fonds. Mit börsennotiertem Private Equity ist eine neue Anlageklasse gewachsen, die aufgrund ihrer Renditeversprechen, der Handelbarkeit der Anteile und ihres Diversifikationspotenzials zunehmend das Interesse privater Investoren geweckt hat. Die Zahl börsennotierter Beteiligungsgesellschaften hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht: Deutsche Beteiligungs AG, 3i, KKR, Blackstone usw.. Vor allem durch den 5 Mrd. Dollar schweren Börsengang einer Anlagegesellschaft von KKR an der Amsterdamer Euronext und den Börsengang von Blackstone ist das Segment in den Fokus der Anleger gerückt.
Auf das gestiegene Interesse an Private Equity und die gewachsene Zahl an börsennotierten Private Equity-Gesellschaften hat die Fondsindustrie reagiert und bietet heute verschiedene Anlagevehikel an, die in die Aktien börsennotierter Beteiligungsunternehmen investieren. Zu diesen börsennotierten Anlagevehikeln gehören etwa Indexfonds oder Zertifikate. Diese bieten den Investoren die Möglichkeit, bei jederzeitiger Handelbarkeit der Anteile in Private Equity zu investieren, ohne hohe Mindestzeichnungssummen und lange Laufzeiten in Kauf nehmen zu müssen. Vertreter sind der Listed Private Equity-Index (LPX) der Universität Basel auf Basis der 50 weltweit größten börsennotierten Private Equity-Gesellschaften oder der von Société Générale und dem Indexanbieter Dow Jones berechnete Private Equity-Index (Privex).
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Um Sie als Anleger umfassend zu informieren, haben wir Ihnen im Folgenden einige Informationen zu Private Equity und seinen Teilbereichen Buy-Outs/Mehrheitsbeteiligungen und Venture Capital/Wagniskapital zusammengestellt.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema finden Sie in unseren FAQs. Gerne hilft Ihnen unser Expertenteam, dem Sie auch direkt Fragen stellen können.

