Mehrheitsbeteiligungen (Buy-Outs)
Wichtige Zahlen
75% aller deutschen Mehrheitsbeteiligungen sind Konzern-Spin-offs, d.h. Verkauf von Abteilungen und Tochtergesellschaften, die nicht von der Strategie des Mutterkonzerns unterstützt werden.
- Rund 150 erfolgreiche Mehrheitsbeteiligungen 2008 in Deutschland
- davon mehr als zwei Drittel in mittelständischen Unternehmen
- häufigste Branche: Automobil-Zuliefererindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Handel
Man konnte es unlängst überall in der Presse verfolgen: Der amerikanische Private Equity-Investor Blackstone kaufte im Juli 2007 eine der größten Hotelgruppen weltweit – den Hilton Konzern und zwar für 19 Milliarden Euro.
Solche Mehrheitsbeteiligungen, engl. Buy-Outs, sind ein Teilbereich von Private Equity und bezeichnen eine bestimmte Form des Unternehmenskaufs. Im Regelfall erwerben Investoren eine Mehrheitsbeteiligung eines nicht börsennotierten Unternehmens, um diese nach einer bestimmten Zeit wieder mit Gewinn zu verkaufen. Das Unternehmen erhält auf diese Weise Zugang zu Kapital und Know-How, um sich weiterzuentwickeln zu können.
Aus der Presse bekannt sind Buy-Outs meist durch riesige Beträge von mehreren Milliarden Euro, die für bestimmte Unternehmen gezahlt werden. Die in diesen Zusammenhang genannten Private Equity-Gesellschaften heißen beispielsweise Blackstone, BC Partners, CVC, Permira oder auch Carlyle. Doch auch wenn beim Thema Private Equity meist spektakuläre, so genannte Large Buy-Outs, im Licht der Öffentlichkeit stehen, so betreffen Mehrheitsbeteiligungen die gesamte deutsche Wirtschaft – und hier insbesondere den Mittelstand. Dort haben Mehrheitsbeteiligungen wesentlich dazu beigetragen, die Unternehmen für die Globalisierung zu rüsten.

