Kapital und Know-how 

Der Motivationsschub für Unternehmen

Obwohl Private Equity-Investoren an einer deutlichen Wertsteigerung des Unternehmens interessiert sind, greifen sie selten direkt in die Lenkung des Unternehmens ein. Sie verknüpfen vielmehr Know-how-Transfer mit Controlling und ermöglichen dem Unternehmen und dem Unternehmer in vielen Fällen den Kontakt zu wichtigen Wirtschaftsnetzwerken. Unabhängig von den konkreten Umständen der Mehrheitsbeteiligung kommt es daher stets zu einer Professionalisierung des Managements: die wichtigste Vorraussetzung für einen deutlichen Wachstumsschub. Dadurch, dass das Management in der Regel am Unternehmen beteiligt wird, werden aus Angestellten nun Eigentümer, wodurch die „Unternehmer-Manager&ldquo unmittelbar am Gewinn, aber auch am Verlust beteiligt sind: Eine gute Motivation, sich für den künftigen Erfolg des Unternehmens einzusetzen.

Neben dem Management spielt die Motivation der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle für eine positive Unternehmensentwicklung. Sie ist eine unverzichtbare Bedingung für Veränderungen. In manchen Fällen ist ein vielversprechender Bereich eines Konzerns durch dessen Gesamtstrategie wie gelähmt. Nach einer Ausgliederung dieses Konzernbereichs, einem so genannten Spin-Off, ist dieser in der Lage, eigenständig zu agieren und muss sich nicht mehr nach den Konzernzielen ausrichten. Das Unternehmen kann nun gezielt individuelle Strategien verfolgen. Rund drei Viertel aller deutschen Mehrheitsbeteiligungen waren in den vergangenen Jahren Konzern-Spin-Offs: Durch den Verkauf von Abteilungen und Tochtergesellschaften können sich aber auch die Konzerne selbst neu aufstellen und den veränderten Marktbedingungen anpassen.


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